E. M. Cioran: Cafard E. M. Cioran (1911-1995), der sich selbst nicht als Philosophen,
vielmehr am "Rande der Literatur" sah, gilt heute bereits als
Klassiker und einer der großen Stilisten unseres Jahrhunderts.
Nachdem die Werke Ciorans weitgehend auf deutsch vorliegen, will
die Audio-CD Cafard einen anderen Zugang zur Welt dieses Olympioniken des Scheiterns
und eingefleischten Skeptikers, einen Weg eröffnen, der direkt
über das Ohr geht: um so eine Nähe zu ermöglichen, die von der
Transkription, vom geschriebenen Wort her immer ausgeschlossen
bleiben muß. Den überwiegend deutschsprachigen Aufnahmen - es
handelt sich um unbekanntes, vergessenes oder verloren geglaubtes
Material - sind auch einige französische und rumänische Passagen
zur Seite gestellt. Stimmen der Kritik (Auswahl): "Ein audiophilosophisches Ereignis!" (Felix Philipp Ingold, NZZ) "Das Geborensein erschien ihm als Unheil, das nicht gekannt zu
haben, ihn gleichwohl untröstlich gemacht hätte. Eine Aporie,
wie alle seine Bücher, seine Gedanken, seine Werke, die oftmals
von bizarrer Kälte sind - aber wer ihn sprechen hört, ist überrascht
von seiner tastenden, geschmeidigen, sich überstürzenden Stimme"
(Paul Assall, SWR 2 Forum Buch) "Ciorans sprechendes Denken ist auf einer vorzüglich gemachten
CD des Labels supposé zu hören: Originaltonaufnahmen von 1974-1990, die einem die Gedankenbewegungen
dieses eigenartigen Mystikers des Scheiterns vor Ohren führen.
Dazu ein aufwendig gestaltetes Begleitbuch. Das alles ist nicht
bloß eine Fußnote für Fans, sondern führt ins Zentrum der Cioran-Welt." "Doch gerade diese audi- und editorische Kostbarkeit - CD, Booklet
und Schuber, alles aufeinander abgestimmt - wird dem Phänomen
Cioran gerecht..." (Deutsch-Rumänische Hefte) "Soeben ist aus dem Ozean des Veröffentlichten ein medialer Solitär
aufgetaucht: Cafard, eine Literatur-CD... Freuen wir uns über
das exzellente Ergebnis!" (Junge Freiheit) "Wie kraftvoll, leidenschaftlich, manchmal gar heiter er über
den Nachteil geboren zu sein sprach, belegt die sehr schön gestaltete
'Cafard-Edition' in ihren Gesprächsmitschnitten aufs beste." (Badische
Neueste Nachrichten) "Wie ein unheimlicher Kobold auf einer alten Märchenschallplatte
hebt eine hohe, belegte Stimme an, die bald in einem wunderbaren
östlichen Deutsch zu singen beginnt..." (Referatedienst zur Literaturwissenschaft) "In diesen Aufnahmen kommt ein anderer, ein geselliger, erzählfreudiger
Cioran zum 'Vorklang'. Eine warme Stimme ringt um Worte. Der Ernst
des 'cafard' - des Katzenjammers - ist verschwunden, um manchmal
einer leichten Ironie und Heiterkeit Platz zu machen. Der zivilisatorische
Havarist ist doch noch gestrandet... Es bedurfte für diese Produktion
verlegerischen Mutes. Jedoch wird der interessierte Hörer/Leser
keinen Schiffbruch erleiden, wenn er in dieses sorgfältig dokumentierte
Strandgut investiert." (Badische Zeitung) "Eine mustergültig edierte und mit Begleittexten und Fotos ausgestattete
CD!" (Zürichsee-Zeitungen) "Die schön ausgestattete CD sammelt Plaudereien und Interviews
eines der originellsten Denkers des 20. Jahrhunderts!" (Playboy
online) "Längst verloren geglaubte, in Vergessenheit geratene oder äußerst
mühselig auffindbare Tondokumente wurden geborgen und in liebevoller
Detailarbeit zusammengestellt... Hereinspaziert in den Zirkus
absurder Akrobatik und in der ersten Reihe Platz nehmen!" (Hörwelt) "Philosophie muß nicht schwierig sein: Der berühmte Philosoph
E. M. Cioran rührt mit seinen Überlegungen an die wichtigsten
Fragen eines jeden Menschen, und das in einer unmittelbar verständlichen
Sprache." (lesen & Leute) "Eine interessante, intensive Collage, die Cioran beim Verfertigen
seiner Gedanken präsentiert." (Literaturkritik) "Cioran steht in deutscher Sprache Rede und Antwort, und der Hörer
kann ihm vorzüglich beim Denken folgen." (Badisches Tageblatt) "Eine außergewöhnliche Neuerscheinung: die grafisch vorzüglich
gestaltete Audio-CD mit Begleitbuch zu E. M. Cioran... Das überaus
scharfsinnige Nachwort des Philosophen Peter Sloterdijk über den
berühmt-berüchtigten transsilvanischen Denker verdient grösste
Beachtung..." (Vatra, Rumänien) "Die auf der CD versammelten Auszüge halten den Hörer in Bann
und fügen sich zusammen wie die Geschichten aus "1001 Nacht"."
(adz, Bukarest) "Sein Werk hat eine große Gemeinde. Sie wird sich an Ciorans Stimme "Die editorische Leistung, mit der hier einmalige Lebensdokumente
eines "Ein besonderer Leckerbissen für alle Cioran-Anhänger!" (Criticon) "Das gesprochene Wort des nervösen, nachtschattigen Philosophen
aus Paris... "Cafard" kommt sehr ästhetisch daher, wunderbar,
in einem dunklen Blau." (Eberhard Sens, Radio-Kultur SFB) "Es ist sehr schön, diesem alten, klugen Mann zuzuhören...." (Detlef
Kuhlbrodt, taz) "Eine CD, die mich beglückt, da ich gewahre: Ja! Cioran spricht,
wie ich ihn beim Lesen hörte! Ciorans Muttersprache ist das Rumänische,
geschrieben hat er seit 1949 französisch; hier nun spricht er
meist Deutsch, gutes, überlegtes Deutsch. Seine aufrichtigen Auskünfte
laufen geschwind, manchmal gehetzt; dann, Begriffe suchend, stockt
der Redefluß; eruptiv findet er fort, bisweilen lacht er beschwingt
über die eigenen trostlosen Worte..." (Thomas Kapielski, Frankfurter
Rundschau) "Wer mit Cioran vertraut werden möchte, sollte sich nicht mit
den Schriften zufrieden geben. Zumal die Einzelbände bei Suhrkamp
vermitteln ein unvollständiges Bild seines Denkens und seiner
Person. Statt dessen ist 'Cafard' zu empfehlen, eine Zusammenstellung
von Originaltonaufnahmen beim Kölner Label supposé. Hier hört
man Cioran lachen (!), durchaus unverkrampft, mit Heiterkeit.
Auch der musikalische Reichtum seines Duktus kommt zu Gehör,
besonders die Vielfalt der 'Timbres. Die Investition lohnt sich,
auch wegen des Beihefts, eines 'Buches' mit erhellenden Photographien
und einem geistreichen Nachwort aus Peter Sloterdijks Feder."
(Daniel Krause, klassik.com)
Originaltonaufnahmen 1974-1990
Herausgegeben von Thomas Knoefel und Klaus Sander
mit einem Nachwort von Peter Sloterdijk
Audio-CD, 75 Minuten
Begleitbuch, 96 Seiten
Im Schuber
ISBN 3-932513-00-2
vergriffen
Cioran lebte bis zu seinem Tod zurückgezogen in Paris und war,
von vereinzelten Interviews abgesehen, nicht zu öffentlichen Äußerungen
bereit. Eine den Lesern bislang kaum bekannte Seite seiner Person
vermitteln die wenigen existierenden Tondokumente, die auf der
CD versammelten Höhepunkte aus insgesamt neun Gesprächen: Bezeugen
die Schriften dieses Balkanesen und modernen Bogumilen eine schier
uneinholbare Welt- und Menschenferne, so schlägt Cioran im Dialog
einen überraschend warmen, heiter gestimmten Ton an. Sind seine
Aphorismen Grabschriften und Flüche, so ist seine Rede das lebendige,
animative Gegenstück.
"Man wird, mit diesen Gesprächspassagen im Ohr, den großen Einsamen
fortan anders lesen..." (Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung)
"Das Wunderbare an dieser Edition ist, daß man etwas Tieferes
erfährt als in einer Biographie: Die Stimme hat ihre eigene Magie."
(Gert Scobel, 3sat Kulturzeit)
"Was für eine mutige Edition! Um wieviel besser versteht man diesen
Denker, Raisonneur, wenn man ihn reden hört: atemlos, nach Worten
suchend, Wörter im Nachdenken wiederholend, sich unterbrechend,
lachend, sich vor Ausdrucks- (also doch auch Lebens-) Freude verschluckend..."
(Rolf Michaelis, DIE ZEIT)
"Dokumente von großer historischer Bedeutung... Eine äußerst gelungene
CD!" (Stuttgarter Zeitung)
"Auf den nächtlichen Streifzügen durch Paris erkundete er das
Denkbare, Lebbare und Trinkbare. Nicht an der Rampe, sondern in
den Kulissen fühlte Cioran sich wohl. Und von dort spricht er
hinreißend über Gott und die Welt, über die Huren und das Nichts.
Ein Asphaltmystiker..." (Rüdiger Safranski, DIE WOCHE)
"Diese Stimme kann keine Nachahmer haben!" (Joseph Hanimann, FAZ)
"Die Edition liefert unschätzbare Einblicke in die Denkweise dieses
Philosophen des ewigen Schiffbruchs: Akustische Notizen eines
Lebens aus der Negation, eines Lebens aus der Schlaflosigkeit.
Spaziergänge in einem der wundervollsten - und vezweifeltsten
- Gedankengärten dieses Jahrhunderts." (DIE WELT)
"Ein gelungenes Produkt - interessant nicht nur für potentielle
Selbstmörder!" (Deutschlandfunk Büchermarkt)
"Daß Augenblicke wie diese zu Ton werden können, ist ein Glücksfall
für die Geistesgeschichte und für die Geschichte des Scheiterns."
(Jazzthetik)
"Seine stammelnde, tastende Art zu formulieren, manchmal von einer
militärischen Bestimmtheit, manchmal von einem leisen Kichern
unterbrochen, verrät einen doppelbödigen Humor, der sich beim
bloßen Lesen seiner Texte nicht erschließt." (die tageszeitung)
"Das gesprochene Wort macht seinen Atem spürbar." (Berliner Zeitung)
"Die Stimme ist wie ein Echolot, das Spannungen und Erschütterungen
in der Tiefe der Seele hörbar werden läßt." (Frankfurter Rundschau)
"Unverzichtbar! Es ist wichtig, Ciorans einsame Stimme nicht zu
überhören..."
(Die Presse, Wien)
"Es ist doch ein großer Unterschied, ob man Cioran liest oder
ob man ihn reden hört. Dieses koboldhaft Atemlose, wie von Furien
Gehetzte schafft einen wunderbaren Kontrapunkt zu den zerdehnten
Inhalten wie Langeweile, Schlaflosigkeit, innerem Verkommen..."
(Ulrich Horstmann)
"Wer Ciorans Stimme im Ohr hat, weiß von der einmaligen Verschmelzung
seiner Gedankenführung mit dem erlebten Augenblick..." (Dieter
Schlesak, Manuskripte)
"A psychic raconteur with a voice that sounds like Beckett's face..."
(The Wire, London)
"Der Titel des Hörbuches Cafard verweist auf den tiefen Pessimismus, der den kompromißlosen Denker
durchdrang. Doch in den Ausschnitten aus insgesamt neun Gesprächen
offenbart sich Cioran nicht nur als sehr analytischer, sondern
auch als ein warmherziger und humorvoller Gesprächspartner." (hr2
Hörbuch-Bestenliste)
(WDR 3 Am Abend vorgestellt)
"Die CD Cafard gewährt einen umfassenden Einblick in Wesen und Werk des rumänischen
Philosophen und Aphoristikers Emil Cioran. Zusammen mit dem 96-seitigen
Booklet erschließt sich eine den Lesern bislang kaum bekannte
Seite: So lernt man einen Menschen kennen, der zwischen heiterer
Verzweiflung und verzweifelter Heiterkeit taumelte, ohne daran
gänzlich unterzugehen." (BUND, Bern)
berauschen." (Zeitung zum Sonntag)
bedeutenden Geistes zusammengetragen und für die Nachwelt gerettet
wurden, ist nicht hoch genug zu veranschlagen." (Süddeutsche Vierteljahres-Blätter)