Leben im Fisch Ein 17 Kilometer langer Fjord im Osten Islands, in den fünf Monate
im Jahr das Sonnenlicht nicht hineinscheint - dort, im 800-Seelen-Ort
Seydisfjördur wächst Kristín Steinsdóttir in den 1950er Jahren
auf. Ihre Kindheit ist voll von Geschichten: den Isländersagas,
Volksmärchen wie dem von der dreiköpfigen Gryla und ihren 13 Söhnen
- den isländischen Weihnachtsmännern, die im Advent wochenlang
ihr Unwesen treiben und so lebendig sind wie die Gespenster, die
nicht nur in den Bergen, sondern auch in jedem Haus wohnen, so
vertraut wie entfernte Verwandte. Man schmeckt mit ihr die Kostbarkeit
von Obst, das es nur zu Weihnachten gibt, eine herbeigesehnte
Abwechslung zum alltäglichen, allgegenwärtigen Fisch. Das Schneeauto
_ eine Art Panzer mit aufgesetzter Hütte - bildet oft über Wochen
die einzige Verbindung zur Welt jenseits des Fjordes. Stimmen der Kritik: "Man darf es als gutes Omen nehmen, dass Kristín Steinsdóttir
in einem Haus aufwuchs, das Tunga hieß, isländisch für Zunge.
In freier Rede und mit einigem Humor entführt sie uns in das Island
der 50er und 60er Jahre - höchst anschaulich dargebotene Alltagsgeschichte,
ganz ohne romantische Verklärung." Ausgezeichnet als "Bayern 2 Favorit" "Eine ungewöhnlich packende Erzählung über Lebens- und Arbeitsbedingungen
in einem Ort, in dem fünf Monate im Jahr keine Sonne scheint,
und über das kleine Glück im Alltag." "Was Kristín Steinsdóttir über ihre Kindheit in den fünfziger
und sechziger Jahren erzählt, als der Schnee bis in den zweiten
Stock reichte, Fisch das Hauptnahrungsmittel war und die Fischfabrik
fast die einzige Erwerbsmöglichkeit, mag wie die entbehrungsreiche
Geschichte aus ferner, dunkler Zeit klingen. Tatsächlich aber
krauchen aus dem Dunkel die wundersamsten Geschichten empor über
sagenhafte Gestalten und eigenartige Bräuche und manchmal auch
nur über den Geschmack einer kostbaren Limonade." "Wir hören Miniaturen aus einem fernen Land - und lauschen gespannt
der hellen, temperamentvollen Stimme." "Kristín Steinsdóttir erzählt frei und wunderbar, wie sie ihre
Kindheit in Island erlebt hat. Unbedingt zu empfehlen." "Inzwischen hat supposé ganz unterschiedliche Autoren dazu gebracht, zu erzählen statt
zu schreiben und diese freie Erzählung dann zu einem eigenen Kunstwerk
zusammen gesetzt. Die Hörbücher, die so entstehen, sind einzigartige
Dokumente einer Person, ihrer Stimme und vor allem der Stimmung,
die beim Erinnern entsteht. Mit Kristin Steinsdóttir in die Stadt
ihrer Jugend zurückzukehren, ist eine besondere Erfahrung. Sie
erzählt frei und doch mit fester Stimme, ihr wunderbarer Akzent
verleiht den Geschichten eine hoch authentische Atmosphäre, stört
aber das Verständnis in keiner Weise. Leben im Fisch ist ein emotionales, kurzweiliges, historisches aber auch gegenwärtiges
Hörbuch, das uns wunderbar vorbereiten kann, wenn im Zuge der
Frankfurter Buchmesse im Herbst viele neue und alte Bücher des
Gastlandes Island zu uns kommen." "Kaum hat man ein Stück Alltagsgeschichte aus der Arbeitswelt
lebendiger erzählt bekommen. Dabei ist Kristín Steinsdóttirs Bericht
alles andere als sentimental oder verklärend. Minutiös beschreibt
sie, wie man Heringe ausnimmt, in die Tonnen schichtet und einsalzt,
welche Kleidung man dabei trägt und wie man die Werkzeuge einsetzt.
Es herrscht höchste Konzentration, doch trotz der harten Arbeit
wird gescherzt, gelacht und geflirtet. Es ist ein regelrechtes
Markenzeichen des Verlags supposé, dass die Aufnahmen nicht geglättet sind. Auch dieses Mal haben
die Regisseure Klaus Sander und Thomas Böhm das Zögern und Nachdenken
nicht herausgeschnitten. So bleibt der sehr persönliche Charakter
der Erzählung erhalten, sie gewinnt eine regelrechte Intimität.
Man glaubt, Kristín Steinsdóttir gegenüber zu sitzen. Dabei erzählt
sie nicht nur von der Arbeit im Fisch. In vielen kleinen Geschichten,
die zwischen zwei und zwölf Minuten lang sind, entfaltet sie den
ganzen Kosmos isländischen Alltagslebens, porträtiert Menschen
und Landschaft. Kristín Steinsdóttir gelingt es, ihre Zuhörer
in eine Zeitmaschine zu packen und ins Island der 50er und 60er
Jahre zu transportieren." "Es ist die naive Erzählperspektive des Kindes, die dieser CD-Edition
ihren Charme verleiht. Wie zuvor die Kindheitserinnerungen von
Herta Müller und Peter Kurzeck, entstand auch Leben im Fisch ohne jedes Manuskript. Die isländische Jugendbuchautorin Kristín
Steinsdóttir, Jahrgang 1946, lässt ihren Erinnerungen freien Lauf.
Sie ist ganz bei sich, wenn sie von den langen, dunklen Nächten
erzählt und von der Sensation, die ein paar frische Äpfel darstellten.
Unser Islandbild von heute mit seiner Bankenkrise und der Hightech-Modernität
bekommt eine eigentümlich vergilbte Färbung, während man drei
Stunden lang der vorzüglich deutsch sprechenden Erzählerin lauscht." "Leben im Fisch vermittelt ein ungemein lebendiges Bild vom isländischen
Leben Mitte des vorigen Jahrhunderts und das Booklet bereichert
diesen Ohrenschmaus mit beeindruckenden alten Schwarz-Weiss-Fotos." "Eine sagenhafte Erzählerin." "Zwischen Islandsagas, Volksmärchen und den persönlichen Erinnerungen
bewegt sich Kristín Steinsdóttir ganz selbstverständlich. Das
Private verschwimmt mit der großen Tradition und das vermeintlich
Unbedeutende kommt als Ungeheuerliches zur Sprache." "Kopf ab, Innereien raus, Hering in den Kasten! Ein karges Leben
- und doch auch der Blick von oben über den engen Fjord. Ruhig
führt der Erzählfluss in eine Welt zwischen Hering und Himmel." "Ein Geschenk! Welche Wärme kommt mir entgegen aus der freundlichen
und enthusiastisch erzählenden Stimme von Kristín Steinsdóttir!
Wie offensichtlich gern erinnert sie sich ihrer arbeitsreichen
Kindheit in Island. Ohne touristische Hochglanzbilder hören wir
die spannendsten Dinge aus dem Alltag von Menschen einer uns unbekannten
Weltgegend. Wir gehen zurück in eine unwiederbringliche Welt,
voll von authentischem Leben, das durch die Stimme der lebenshungrigen
und erinnerungsreichen Erzählerin noch einmal an die Oberfläche
steigt und uns unverstellt Anteil nehmen lässt. Steinsdóttir erzählt
so ergreifend und lebendig, dass ihre Erinnerung zu einem Stück
wahren Leben wird! "Leben im Fisch sind diese übersprudelnden Erinnerungen betitelt. Kristín Steinsdóttir
erzählt im besten Deutsch, mit feiner isländischer Akzentuierung,
eine mitreißende Saga. Oral History wie man sie selten hört." "Was ist ein Hörbuch letztlich anderes als ein Ersatz der Grossmutter,
die Geschichten aus früheren Zeiten erzählte? Dieser Erkenntnis
folgend, lässt der Berliner Verleger Klaus Sander interessante
Menschen frei gesprochene Erinnerungen aus ihrem Leben erzählen.
Mit der Isländerin Kristín Steinsdóttir hat er einen besonderen
Coup gelandet. Ihre Erinnerungen vibrieren vor gelebter Alltagspoesie,
eindrücklichen Figuren und witzigen Details. Und ihr charmantes,
nordisch gefärbtes Deutsch bringt allen die verlorene Grossmutter
zurück." "Mit Herzenswärme beschwört Kristín Steinsdóttir das Reich ihrer
Mädchenjahre. Isländische Alltagsgeschichte wird lebendig!" "Unbedingt empfehlenswert." "Wenn die 1946 geborene Kristín Steinsdóttir aus ihrer Kindheit
erzählt, wird jedes Ereignis zum Quell lebensfroher Geschichten.
'Und ich sag Euch', hebt die quicklebendige Rhapsodin in ihrer
klaren, von isländischen Lauten behauchten Sprache an, setzt in
Dutzenden von Episoden ein Mosaik des konkreten Lebens im Fjord
zusammen und lacht jede Anmutung von Nostalgie selbstironisch
fort." "Überaus unterhaltsam und authentisch." "Wenn Kristín Steinsdóttir mit heller und empathischer Stimme
von ihrer Kindheit erzählt, entführt uns nicht nur in einen fremden
Kosmos, sondern verzaubert uns mit Geschichten aus der Welt einer
Heranwachsenden - mit einer nicht verloren gegangenen, unschuldigen
und zugleich frechen und verschmitzten Phantasie." "Leben im Fisch heißt die CD-Box mit der Vita dieser sympathischen, erzählbegabten
Frau. Sie lässt ihre Kindheit vor dem inneren Ohr des Zuhörers
aufleben, wenn sie mit leicht isländischem Akzent erklärt, wie
im Sommer die Heringe ausgenommen wurden: Zack, zack, zack, landeten
die Fische in den Zubern, eine anstregende prä-industrielle Arbeit,
und doch auch ein Dorfvergnügen." "Ihrem ersten Hering riss Kristín im Alter von acht Jahren den
Kopf ab, quetschte die Eingeweide heraus und legte ihn sodann
in eine große Tonne mit Salzlake ein. Selbstverständlich war das
Tier da schon tot. Wenn die Heringsflotte von Seydisfjördur einlief,
mussten alle ran - auch die Kinder, auch mitten in der Nacht.
Ohne Hering ging nichts in dem Städtchen am Fjord. Leben im Fisch
heißen folgerichtig die wunderbaren Hör-Episoden..." "Eine Saga vom Erwachsenwerden" "Ein tolles Hörbuch" "Diese Erinnerungen sind ein wunderbares Hörerlebnis, nicht nur
für Islandfans, ein Mittel zur Entschleunigung, und die Poesie
dieser Erzählungen geht auch beim wiederholten Hören nicht verloren." "Ein weiteres Kleinod akustischer Literatur im Audioverlag supposé. In Leben im Fisch erinnert sich Kristín Steinsdóttir mit frischer Präsenz an das
Island ihrer Kindheit, wird diese Zeit noch einmal lebendig und
verdichtet zu einer naiv-charmanten Geschichte über das Erwachsenwerden
in einer kleinen Hafenstadt im Osten der Insel." "Kristín Steinsdóttir erzählt uns die Geschichte eines Mädchens
mit vielen Facetten: Diese Kristín ist kokett und ernsthaft, lebenslustig
und verantwortungsvoll, sinnenfroh und strebsam. Und bei allem,
was sie uns erzählt und sei es noch so nebensächlich, wickelt
sie uns um den Finger mit einem unwiderstehlichen Charme."

Kristín Steinsdóttir erzählt das Island ihrer Kindheit
Konzeption & Regie: Thomas Böhm und Klaus Sander
Erzählerin: Kristín Steinsdóttir
Aufnahmen: Klaus Sander
Schnitt: Michael Schlappa
Produktion: supposé 2011
Box mit 3 Audio-CDs, 190 Minuten
und Booklet, 12 Seiten
ISBN 978-3-932513-99-2
Euro 29,80
Platz 1 der hr2-Hörbuchbestenliste April 2011
BESTELLUNG
Als die Entdeckung riesiger Heringsschwärme im Fjord 1961 einen
Wirtschaftsboom auslöst, kommen aus allen Teilen des Landes Saisonarbeiter,
aus Dänemark und Norwegen Fangschiffe, aus Russland Fischhändler.
Mittendrin, Tag für Tag "im Fisch" arbeitend: die jugendliche
Kristín. Ihre mit isländischer Akzentuierung frei erzählten Miniaturen
vergegenwärtigen den Rausch einer Zeit plötzlichen Reichtums und
mischen ihn mit der Poesie der Kindheit und der Härte eines Lebens
im Kampf mit der Natur zu einer Alltagsgeschichte Islands in den
1950er und 1960er Jahren, zu einer mitreißenden Saga vom Erwachsenwerden
an einem der nördlichsten Ufer Europas.
CD1
01Krilla aus Tunga
02 Das Heringsmärchen
03 Arbeitsrythmus
04 Nr. 58
05 Mädchen folgen dem Fisch
06 Arbeiten im Fisch
07 Tote Heringe
08 Die Flotte kommt an Land
09 Monopol
10 Tanzen mit den Norwegern
11 Die Fischer und der Krieg
12 El Grillo
13 Kino in der Baracke
14 Von einem Haus zum anderen
CD2
01 Mein erster Kuss
02 Dr. Ploch
03 Jón, der Tote
04 Bogga
05 Vater, der Kommunist
06 Man blieb am Ort
07 Thorbjörns Schneeauto
08 Beerentag
09 Ausflug in den Nachbarort
10 Der freie Blick
11 Die Sonne kommt zurück
12 Russische Fischkäufer
13 Nicht alleine auf der Welt
CD3
01 Ein aufgehängter Fisch
02 Milchreis statt Hering
03 Schlachtzeit
04 Obst zu Weihnachten
05 Vier Äpfel
06 Weihnachtsbrause
07 Gryla und ihre 13 Söhne
08 Gespenster
09 Eine Burg gegen Gespenster
10 Wut auf Gott
11 In Reykjavík begraben
12 Eingeschneit
13 Eine U-Bahn für Seydisfjördur
(Knut Cordsen, Bayern 2 Radio Diwan, 26. Februar 2011)
(1. März 2011)
(Gabriela Schaaf, Deutsche Welle Bücherwelt, 13. März 2011)
(Wiebke Porombka, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. März 2011)
(hr2-Hörbuchbestenliste April 2011)
(Johannes Schröer, domradio, 1. April 2011)
(Ulrich Sonnenschein, hr2 Mikado spezial, 9. April 2011)
(Christel Wester, WDR 3 Passagen, 21. April 2011)
(Florian Felix Weyh, Deutschlandfunk Büchermarkt, 3. Juni 2011)
(Bernhild Vögel, Iceland Review, 15. Juni 2011)
(Esther Willbrandt, Radio Bremen, 24. Juni 2011)
(Ulrich Sonnenschein, hr2 Mikado, 1. Juli 2011)
(Bernhard Gleim, Literaturen, Juli/August 2011)
(Christian Brückner, Büchergilde Magazin, Nr. 3, Juli-September
2011)
(Annerose Kirchner, Ostthüringer Zeitung, 16. Juli 2011)
(Frank von Niederhäusern, kulturtipp (Schweiz), Nr. 16/11, 30.
Juli - 12. August 2011)
(Ralph Gambihler, MDR Figaro, 2. August 2011)
(Britta Heidemann, WAZ, August 2011)
(Christiane Zintzen, Neue Zürcher Zeitung, 2. September 2011)
(Wolfgang Schiffer, BuchMarkt, 14. September 2011)
(Annette Brüggemann, WDR 5 Bücher, 17. September 2011)
(Jutta Person, börsenblatt, 20. September 2011)
(EMMA, Nr. 4, Herbst 2011)
(Maria Sileny, KDFB Engagiert, 10/2011)
(Achim Schmitz-Forte, WDR5 Neugier genügt, 13. Oktober 2011)
(Barbara Scholz, emotion, 11/2011)
(Wolfgang Schiffer, die horen, Nr. 244)
(Peter Urban-Halle, Deutschlandradio Kultur, Radiofeuilleton,
13. Januar 2012)