Kathrin Röggla
Thomas Meinecke
Klaus Sander
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Hubert Fichte Revisited
Zum zwanzigsten Todestag des Schriftstellers

Mittwoch, 8. März 2006, 20 Uhr
Literarischer Salon Universität Hannover
Königsworther Platz 1, Conti-Foyer

Am heutigen Tag genau vor 20 Jahren starb der Hamburger Schriftsteller und große Fernreisende Hubert Fichte im Eppendorfer Krankenhaus. Bis heute ist sein umfangreiches Werk nur wenigen Lesern bekannt. Von den Feuilletons wird er gern zum schwulen Underground-Poeten, Ethnopoeten oder Vater der Pop-Literatur stilisiert. Ihn einzuordnen fällt schwer, denn er war auch ein Meister der Selbstinszenierung. "… denn es gibt den st.pauli-fichte, den waisenhausfichte, den starclub-fichte, den kinderschauspieler-fichte, den synkretismus-fichte ­ ethno-fichte? ­ den synkretismus-fichte! den palettenfichte, den gesprächsfichte, den hans-henny-jahn- und daniel-caspar-von-lohenstein-fichte, den reportage-fichte …". So Kathrin Röggla in ihrem Radio-Feature ein anmaßungskatalog für herrn fichte. Sie wird uns den akustischen Fichte vorstellen. Davor wird Thomas Meinecke, dessen Roman Hellblau am Grab von Hubert Fichte endet, den Autor im Original lesen. Der erste Teil des Abends wird dann von Klaus Sander, Chef des Diskurs-Hörbuchlabels supposé, beendet. Er wird mit zwei CD-Playern akustische Annotationen zu Hubert Fichtes Studien der afroamerikanischen Religion erstellen. Sein Hörstück umfasst Beispiele traditioneller synkretistischer Musik und Feldaufnahmen von Ritualen und Zeremonien (Shango, Candomblé, Voodoo etc.). Dabei wird auch Fichtes Stimme selbst zu hören sein. Moderation: Matthias Nolte