Werner Heisenberg CD1 CD2 Stimmen der Kritik: "Historisch einmalige Tonaufnahmen, in denen sich Heisenberg zu
seinem Werdegang und zu physikalischen, vor allem aber zu philosophischen
Grundfragen der Physik äußert. Ein kleines Bonbon bietet die zweite
CD: Darauf ist ein Klavierkonzert von Mozart zu hören, bei dem
Heisenberg selbst auf dem Flügel spielt." (Manfred Lindinger,
Frankfurter Allgemeine Zeitung) "Heisenberg war nicht nur einer der wichtigsten Köpfe für die
Entwicklung der Quantenmechanik, er war auch stets bemüht, die
philosophischen Konsequenzen der modernen Physik zu begreifen
und zu vermitteln." (Till Mundzeck, dpa) "Professionell suchte er als Atomphysiker nach dem, was die Welt
im Innersten zusammenhält. Doch ebenso wichtig wie Labor und Katheder
nahm der Nobelpreisträger Werner Heisenberg (1901 bis 1976) den
Weltwissensschatz aus Dichtung, Philosophie und Musik. Wie umfassend
der Quantentheorie-Pionier sein Ideal vom universalen Einklang
verfolgte, belegt jetzt eine ungewöhnliche Doppel-CD: Neben vier
Vortragsmitschnitten enthält sie die Aufnahme eines Hauskonzerts,
auf dem der 65-jährige den Solopart in Mozarts legendärem d-Moll
Klavierkonzert spielt - begleitet von einem Familien-Orchester
unter Leitung seines Schwiegersohns Frido Mann, des Enkels von
Thomas Mann. Erstaunlich souverän bringt Heisenberg die untrennbare
Dualität von Tragik und Erlösung zum Klingen; sogar die steilen
Kadenzpassagen von Ludwig van Beethoven schrecken ihn nicht. Zudem
verblüfft Heisenberg mit einem Tempogefühl, um das ihn mancher
Tastenprofi beneiden dürfte: der Humanist, der Wellenkräfte und
Elementarteilchen als Verbündete sah, im natürlichen Bund mit
den Schwingungen Mozarts." (DER SPIEGEL) "Heisenberg über Kausalität und die Schönheit der Mathematik:
Er spekuliert, ob außerirdische Wesen denselben Zahlenbegriff
entwickeln würden wie die Menschen. Und er erklärt die Kernspaltung
und wirbt für die friedliche Nutzung der Atomenergie. Auf der
zweiten CD dieser Zeitreise macht Heisenberg Hausmusik, und man
wundert sich über die vielen Musiker, die in seinem Haus Platz
gefunden haben müssen." (ZEIT Wissen) "Es dürfte kaum jemanden verborgen geblieben sein: Dieses Jahr
ist Mozart-Jahr. Und was sagt die Physik dazu? Die Physik sagt:
Heisenberg! Heisenberg? Heisenberg war nicht nur ein bedeutender
Physiker, er war auch ein hervorragender Pianist." (Richard Zinken,
wissenschaft-online) "Die Stimmen großer Physikerinnen und Physiker des Zwanzigstens
Jahrhunderts zu hören macht diese oft lebendiger als es jede Biografie
könnte. Seit einigen Jahren erfreut der Kölner supposé-Verlag
all diejenigen, welche sich für die Geschichte der Physik interessieren,
mit immer neuen Ausgrabungen aus den Tonarchiven. Nach Lise Meitner,
Einstein, Planck oder Schrödinger bietet sich nun die Möglichkeit,
Werner Heisenberg zu lauschen. Zwei rund 50-minütige Vorträge
Heisenbergs machen den Hauptteil dieses 2CD-Sets aus. Sie befassen
sich mit den Problemen der Physik aus philosophischer Perspektive.
Dabei erhält man von einem der ganz großen Physiker eine im besten
Sinne allgemeinverständliche Einführung in zahlreiche physikalischen
Probleme, die den Forschern oft auch heute noch Kopfzerbrechen
bereiten. In zwei weiteren Aufnahmen berichtet Heisenberg über
seine Biografie und bietet einen umfassenden Einblick in die Lage
der Atom- und Kernphysik im Nachkriegsdeutschland. Die Tonqualität
der Aufnahmen ist ausnahmslos hervorragend, nichts trübt den Hörgenuss.
Die Verpackung ist edel und schön, das Booklet bietet neben detaillierten
Informationen zu den Aufnahmen einen ausgezeichneten tabellarischen
Lebenslauf Heisenbergs. Die zweite CD schließt gewissermaßen mit
einem Beitrag zum Mozart-Jahr, denn es ertönt "Hausmusik bei Heisenbergs"
- mit niemand geringerem als Werner Heisenberg am Klavier. Eine
angemessene Referenz an die große Bedeutung, welche die Musik
für diesen zeitlebens hatte." (Alexander Pawlak, Physik Journal) "Spannende Einblicke in Heisenbergs Gedankengänge..." (Universum
Magazin, Wien) "Die hier vorliegende Aufnahme des d-Moll-Konzerts von Mozart
mit Werner Heisenberg, einem der überragenden Physiker des 20.
Jahrhunderts, als Solist am Klavier ist ein Glücksfall sondergleichen.
Es handelt sich dabei um die Privataufnahme eines Konzert im Hause
Heisenbergs vom 3. Juli 1966. Die Aufführung war eine Geburtstagsüberraschung
für Heisenbergs Frau Elisabeth; das Orchester setzte sich aus
Verwandten, Freunden und Bekannten der Familie sowie Musikstudenten
zusammen. Dirigent war Heisenbergs Schwiegersohn Frido Mann, Enkel
Thomas Manns, der Musik studiert hatte, die Musikerkarriere allerdings
aufgab (und nach einer erfolgreichen Karriere als Professor der
Psychologie als Schriftsteller hervorgetreten ist). Man mag kaum
glauben, dass sich eine Aufführung von doch beachtlichem Niveau
im privaten Rahmen realisieren ließ, und man kann darin einen
Nachhall eines selbstbewussten Bürgertums heraushören, in dem
Heisenberg aufwuchs und für das Kunst und Kultur selbstverständlicher
Bestandteil des Lebens war... Das Ringen um eine philosophische
Verankerung der "neuen" Physik im kulturhistorischen Kontext -
zu dem für Heisenberg auch die Musik gehört - ist eine großartige
Leistung, die im heutigen auf Effizienz und Vermarktung von Wissen
ausgerichteten Forschungsbetrieb schnell unterschätzt wird...
Auf dieser Doppel-CD zeigt Heisenberg in klarer, verständlicher
Sprache ungemein faszinierend erkenntnistheoretische Grundlagen
der Physik auf. Der Blick über die Fachdisziplin hinaus, ohne
deren festes Fundament zu verlassen, eröffnet ein weites Panorama,
ohne ins Spekulative abzugleiten... Die Schönheit einer naturwissenschaftlichen
Theorie ist für ihn ein legitimes Indiz für ihre Richtigkeit.
Implizit durchzieht diese Haltung beide großen Vorträge, und das
Staunen über das Entdecken und Enthüllen der Naturgesetze scheint
im Raum zu schweben. Auch das gehört zum Kontext, in dem Mozart
hier steht: Die Annäherung an etwas Unfassbares, Überwältigendes.
So dokumentieren diese beiden CDs in wunderbarer Weise viel vom
Stand unserer Kultur." (Stefan Schmöe, OMM - Online Musik Magazin) "Hörbuch der Woche! Das Leben dieses außergewöhnlichen Mannes
war bestimmt von einer Kombination naturwissenschaftlichen, physikalischen
und philosophischen Denkens. Heisenberg fordert sein Publikum
zum Mitdenken auf - von Vorteil ist dabei, dass er seine Vorträge
frei hielt und man ihn deshalb beim allmählichen Verfertigen seiner
Gedanken beobachten kann." (Knut Cordsen, Bayern 2 Radio) "Es gibt einen bisher noch unerhörten Werner Heisenberg zu hören:
Den Mann am Klavier." (Veronika Bock, WDR 3 Resonanzen) "Selbst in seinen populären Vorträgen war Heisenberg ein Mann
mit geistigem Anspruch. Seine Maxime lautete: Ein Drittel leicht
verständlich. Das zweite Drittel anspruchsvoll. Das letzte Drittel
hingegen sollte allen Zuhörern bis ans Lebensende unbegreiflich
bleiben. Der Vorzug des Hörbuchs: Es wurden Vorträge ausgewählt,
bei denen das unbegreifliche letzte Drittel fehlt! Darunter der
Leipziger Auftritt vom 25. November 1967. Eine Sensation, denn
bisher waren nur beschädigte Tonaufzeichnungen verfügbar. In Leipzig
- wo Heisenberg 15 Jahre als Hochschullehrer gewirkt hatte - erklärte
er am Ende seines Lebens eine wichtige philosophische Erkenntnis:
Wenn sich Elektronen oder Neutronen nicht wie Tischtennisbälle,
sondern mal als Welle und mal als Teilchen verhalten, dann hat
nicht Demokrit, sondern Plato Recht: 'Denn Plato wollte ja gerade
die letzten Bausteine der Materie als mathematische Gebilde verstanden
wissen, die charakterisiert sind durch ihre Symmetrieeigenschaften.'
Die gelungene Mischung aus Biographie, Philosophie und Musik macht
das Hörbuch zu einem Dokument der feinen Art. Gerade weil Heisenberg
seit jungen Jahren mit so großem Erfolg um ein neues Weltbild
der Physik rang, war ihm die Wissenschaft aber nicht alles. Auch
in Kunst und Religion war er sehr bewandert. Doch die Musik und
speziell die Hausmusik im Kreis seiner Familie bedeuteten ihm
die eigentliche Sprache seiner Seele." (Konrad Lindner, MDR Figaro) "Mit hoher Stimme und in großer Klarheit spricht Heisenberg darüber,
wieviel schwerer es ist, alte Begriffe aufzugeben als neue zu
finden." (Christian Esch, Berliner Zeitung) "Der Blick über die Fachdisziplin hinaus eröffnet ein weites Panorama."
(Physik in unserer Zeit) "Werner Heisenberg zufolge stellt die Quantenmechanik das philosophisch
wichtigste Ereignis des 20. Jahrhunderts dar. Wie er diesen Anspruch
auf gedankliche Tiefe begründet und wie Heisenberg 'Die Verknüpfung
von Physik und Philosophie' gelingt, kann jetzt auf zwei CDs mit
diesem Titel erfahren werden. Als besonderes Bonbon bietet eine
CD die Aufnahme des d-Moll-Klavierkonzerts von Mozart. Seine Brillanz
am Flügel führt dem Hörer einen beneidenswerten Menschen vor,
der Mozart und die Quantenmechanik kennt. In seinen Lebenserinnerungen
hat der gut Klavier spielende Physiker Viktor Weisskopf auf das
Glücksgefühl hingewiesen, das jemand erfahren kann, der sowohl
mit Mozarts Musik als auch mit der Quantenmechanik umgeht und
sich mit beiden auskennt - eine beneidenswerte Konstellation,
wie sie nur wenigen vergönnt ist - zum Beispiel seinem Lehrer
Heisenberg." (Ernst Peter Fischer: Mozart und die Quantenmechanik,
Luzern 2006)
Die Verknüpfung von Physik und Philosophie
Originaltonaufnahmen 1951-1967
Herausgegeben von Klaus Sander
2 Audio-CDs, 160 Minuten
Booklet, 8 Seiten
ISBN-10: 3-932513-65-7
ISBN-13: 978-3-932513-65-7
Euro 24,80
1 Aus meinem Leben 4:54
Die Verknüpfung philosophischer und physikalischer Probleme 51:30
2 Was bedeutet "Verstehen" in der theoretischen Physik?
3 Kant - Demokrit - Plato
4 Die Physik der Elementarteilchen
5 Über die friedliche Nutzung der Atomenergie 17:09
1-3 Die Abstraktion in den modernen Naturwissenschaften 49:20
4-6 Hausmusik bei Heisenbergs 30:34
Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert d-Moll KV 466
Leitung: Frido Mann, Klavier: Werner Heisenberg