Bionik - Was ist das? Was kann das? Was soll das? Inhalt: Bionik - Was ist das? Prof. em. Dr. Werner Nachtigall, geboren 1934, ist ein Pionier
der Bionik-Forschung und war von 1969 bis 2002 Ordinarius für
Zoologie am Zoologischen Institut der Universität des Saarlandes
in Saarbrücken. Stimmen der Kritik: "Von Geckos, Heuschrecken und Lotusblumen lernen: Werner Nachtigall
erklärt Bionik, jenen Wissenschaftszweig, der natürliche Baupläne
in die Technik überträgt. Er erläutert Geschichte und Zukunft
und wie Bionik die wissenschaftliche Moral beeinflusst. Dank unzähliger
Beispiele sind seine Ausführungen verständlich und nie langweilig.
Es ist, als würde Nachtigall im Wohnzimmer des Zuhörers gemütlich
vor dem Kamin sitzen. In aller Ruhe erklärt er alles, was man
wissen muss, wenn man bei diesem Thema mitreden will." (ZEIT Wissen) "Das Bessere ist der Feind des Guten. In der belebten Natur hat
dieser Grundsatz zu optimalen Anpassungen geführt. Zu den weithin
bekannten Beispielen dafür zählen die Haifischhaut, die dem vorbeiströmenden
Wasser besonders wenig Widerstand entgegenbringt, und der bei
Pflanzen beobachtete Lotus-Effekt, der für das Abperlen von Flüssigkeiten
sorgt. Das Bemühen, bei der Konstruktion technischer Gegenstände
auf natürliche Vorbilder zurückzugreifen, hat zu einer eigenen
wissenschaftlichen Disziplin geführt - zur Bionik. Zu deren Wegbereitern
in Deutschland gehört zweifelsohne Werner Nachtigall. Ausgehend
von der Bemerkung Max Plancks, vor dem Umsetzen stehe das Erforschen,
beschreibt Nachtigall verschiedene biologische Phänomene und deren
Anwendung in der Technik. Es geht dabei unter anderem um Schiffsrümpfe,
für die Wasserkäfer Pate standen, um Haftstrukturen, die denen
von Geckofüßen nachempfunden wurden, und um Robotik nach dem Vorbild
von Insekten..." (Frankfurter Allgemeine Zeitung) "Nachtigall, ein geborener Erzähler, schlägt einen weiten Bogen,
von Leonardo da Vinci bis in die Gegenwart. Wussten Sie, dass
Mohnkapseln Vorbild waren bei der Erfindung des Salzstreuers?
Dass es ein Botaniker war, der den Stahlbeton erfand, weil er
die Struktur von Grashalmen studierte und daraus seine Schlüsse
zog? Dass Stacheldraht der Natur abgeguckt ist, dornigen Hecken
nämlich? All dies erfährt man auf dieser feinen CD, die lauter
Beispiele versammelt, anhand deren man sich bestens vorstellen
kann, was Bionik ist. Durch die genaue Beobachtung eines Geckos,
der an der Decke laufen kann ohne herunter zu fallen, hat man
etwa wichtige Erkenntnisse über das Prinzip der Trockenhaftung
ziehen können. Eselspinguine sind mit ihren unheimlich geringen
Widerstandsbeiwerten beim Tauchen im Wasser von immenser Bedeutung
für Strömungsmechaniker, die Autos entwerfen, und als man die
Selbstreinigungskraft der Lotusblume erfasst hatte, entwickelte
man Schmutz abweisende Fassadenfarbe. Eine Lust dem zuzuhören.
Eine wunderbare supposé-CD." (Knut Cordsen, Bayern 2 Radio, Hörbuch-Magazin) "Vielleicht haben Sie ja schon davon gehört, dass es Schwimmanzüge
mit Haihautstruktur und selbstreinigende Fassadenfarben nach dem
Vorbild von Lotusblättern gibt. Aber wussten Sie auch, dass der
Kofferfisch Pate für ein Auto stand? Oder dass lästige Kletten,
die sich im Fell seines Hundes verhakten, den Schweizer Ingenieur
Georges de Mestral dazu veranlassten, den Klettverschluss zu erfinden?
Auf der CD führt der Bionik-Pionier Werner Nachtigall mit angenehmer
Stimme durch die Geschichte der Bionik - von Leonardo da Vinci
bis hin zu den Zukunftsprojekten dieses Wissenschaftszweiges wie
die künstliche Photosynthese. Anhand zahlreicher Beispiele macht
der emeritierte Professor für Zoologie, der an der Universität
des Saarlandes lehrte, begreifbar, worum es in der Bionik geht.
Die Disziplin, deren Name sich aus Biologie und Technik zusammensetzt,
beschäftigt sich nicht etwa mit dem reinen Abkupfern der Natur.
Vielmehr versuchen die Bioniker, natürliche Prinzipien auf technische
Anwendungen zu übertragen. Dabei lassen sie sich von Meisterleistungen
der Evolution inspirieren, zum Beispiel von Geckos, die scheinbar
mühelos an Zimmerdecken umher laufen können, Libellen, wahren
Flugkünstlern aus dem Reich der Insekten, und Eselspinguinen,
die einen unglaublich niedrigen Strömungswiderstand im Wasser
besitzen." (ZDF, Abenteuer Wissen) "Nachtigall kann seinen Eifer und die Begeisterung für sein Fach
auch dem Ohr des Zuhörers nicht vorenthalten. So haben ihn Generationen
von Studenten erlebt - nun können ihm aber auch alle diejenigen
lauschen, die nicht das Privileg hatten, zu seinen Studenten zu
zählen..." (Wilhelm Irsch, Biologie in unserer Zeit) "Eine ausgezeichnete Einführung in dieses ganz neue Fachgebiet."
(Uni-Online) "Kurzweilig und im besten Sinne belehrend stellt Werner Nachtigall,
Nestor der Bionik in Deutschland, sein Fachgebiet vor. Das eigens
für diese Produktion aufgezeichnete Gespräch setzt sich aus kurzen
Passagen zusammen, die prägnant formuliert sind und ein Bild der
Bionik entstehen lassen: Es geht um historische Vorläufer wie
Leonardo da Vinci, aber auch um weniger Bekannte (wer weiß, dass
Stahlbeton von dem Gärtner Monier erfunden wurde - er stellte
die ersten Blumenkübel aus armiertem Beton her und ließ sich von
pflanzlichen Konstruktionen inspirieren; auf ihn geht die Bezeichnung
Moniereisen zurück) und immer wieder um Beispiele, die den begeisterten
und neugierigen Biologen verraten. Mit dem Hördokument demonstriert
supposé erneut, welch hohen Reiz die Vermittlung der Wissenschaft
aus 'berufenem Munde' hat. Die CD sei insbesondere Lehrern empfohlen,
die damit manchen Schülerinnen und Schülern die Augen öffnen und
an den Forscherfreuden eines ungewöhnlichen Wissenschaftlers teilhaben
lassen können." (Klaus Rehfeldt, Naturwissenschaftliche Rundschau) "supposé will kein Hörbuch-Verlag, wie andere, sein. Nicht Bücher
sollen vorgelesen werden, sondern eigenständige Hörwerke entstehen,
unmittelbar hervorgegangen aus der mündlichen Rede. Wissenschaft,
so das Konzept, soll erzählt werden. Das gelingt etwa, wenn Professor
Werner Nachtigall über Bionik spricht. Ohne Umschweife beantwortet
er diese Fragen: 'Bionik - Was ist das? Was kann das? Was soll
das?' Nachtigall wartet mit einer Vielzahl von Beispielen auf.
Ob anhand von Stahlbeton und Stacheldraht oder Haifischschuppen
und dem Lotus-Effekt beschreibt er die Bionik als Wissenschaft
an der Schnittstelle von Natur und Technik." (Gerhard Mahlberg,
hr2 Mikado spezial) "Was haben Eselspinguine mit Strömungstechniken oder Haifische
mit Bademode zu tun? Dies wird spannend erklärt von Dr. Werner
Nachtigall..." (tauchen - Europas große Tauchzeitschrift) "Der Zoologe und Bionik-Pionier Werner Nachtigall befasst sich
auf dieser CD exemplarisch mit den wesentlichen Errungenschaften
der Bionik und erläutert ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten:
vom Schiffs- und Roboterbau angefangen bis hin zum Verkehrswesen,
zur Medizin und zur Nanotechnik. Nachtigall skizziert die Geschichte
und Vorgeschichte der Bionik und arbeitet heraus, was Mutter Natur
zur Erfindung des Stacheldrahts, des Salzstreuers und des Stahlbetons
beigetragen hat. Und er zeigt die ungeheuren Potenziale auf, die
noch in der Bionik stecken, etwa der Bau von solarbetriebenen
Wasserstoff-Farmen, die nach dem Prinzip der künstlichen Fotosynthese
arbeiten." (Frank Ufen, Frankfurter Rundschau) "Nachtigall macht deutlich, warum die Bionik zum Fundament eines
neuen, systemischen Weltbildes und einer neuen, ökologisch ausgerichteten
Ethik werden könnte. Eine brillante Einführung in die Grundlagen
und die Arbeitsweise der Bionik." (spektrum direkt) "Werner Nachtigall erzählt die Geschichte der Bionik auf verständliche
und kurzweilige Art." (Forschen & Entdecken) "Werner Nachtigall erzählt spannend und packend die Geschichte
seiner Disziplin. Bionik: Eine im höchsten Maße anregende Wissenschaft,
ja regelrecht ansteckend und zur Nachahmung rezeptfrei und mit
Dringlichkeit empfohlen!" (Wolfram Frietsch, Gnostika) "Unverkrampft, auskunftsfreudig, detailliert - aber ohne die Hörer
komplett zu überfordern. Lassen sie sich von Werner Nachtigall
etwas über Biologie und Technik erzählen: Er kann das." (Thomas
Völkner, Radioropa HörbuchCafé)
mit Werner Nachtigall
Konzeption und Regie: Klaus Sander
Erzähler: Werner Nachtigall
Aufnahme und Schnitt: Anja Theismann
Mastering: Michael Schlappa
Produktion: supposé 2006
Audio-CD, 68 Minuten
ISBN-10: 3-932513-72-X
ISBN-13: 978-3-932513-72-5
Euro 18,00
BESTELLUNG
1 Technische Biologie und Bionik
2 Die Natur liefert keine Blaupause
3 Leonardo da Vinci, der erste Bioniker
4 Haifischschuppen, ein modernes Beispiel
5 Definition
Eine kurze Geschichte der Bionik
6 Stahlbeton
7 Stacheldraht
8 Schwingungsboote
9 Salzstreuer
10 Klettverschluss
Bionik heute
11 Unterwasserrümpfe
12 Lotus-Effekt
13 Eselspinguin und Kofferfisch
14 Antifouling und Unterwasserkleber
15 Gecko und Wasserkäfer: Trocken- und Nasshaftung
16 Robotik nach Insekten-Vorbild
17 Sinnesorgane, Fliegenauge
18 Nanostrukturen
19 Das Rad in der Natur: Bakteriengeißel
Zukunftsprojekte der Bionik
20 Künstliche Photosynthese
21 Umgang mit komplexen Systeme
22 Oberflächen
23 Mikro- und Nanotechnologie
24 Baubionik
Bionik als Sichtweise
25 Naturnahes Konstruieren
26 Grundprinzipien für bionisches Design
27 Bionische Kenntnis und Moral
Zusammenarbeit von Biologie und Technik
28 Bionik als Werkzeug
29 Analogieforschung
30 Form und Funktion
31 Grundlagenforschung und angewandte Forschung
32 Schnittstelle zwischen Natur und Technik
Ausblick
33 "Vorwärts" zur Natur
