Hörprobe


Descartes’ Traum
Von der unendlichen Macht des Außenstehens
mit Otto E. Rössler
Konzeption und Regie: Nils Röller, Klaus Sander, Jan St. Werner
Erzähler: Otto E. Rössler
Aufnahme und Mastering: St. Martin Tonstudio Düsseldorf
Produktion: supposé 2002

Audio-CD, 55 Minuten
Booklet, 8 Seiten
ISBN 3-932513-28-2
EUR 18,00

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Der Chaosforscher Otto E. Rössler (geboren 1940), Professor für Theoretische Chemie und Spezialist für Nichtspezialisiertheit, ist ein hinreißender Erzähler, der seine Hörer mit Begeisterung anzustecken versteht. Der Entdecker des nach ihm benannten Rössler-Attraktors hält die Wissenschaft für eine wichtige Aufgabe und gleichzeitig für ein Spiel, er schätzt Gehirngleichungen und die Theorie der Menschenrechte. In eigens für diese CD aufgenommenen improvisierten Kurzvorträgen berichtet er von der unendlichen Macht des Außenstehens, von Heraklit's Joystick und Descartes’ Traum, spricht über Mikrorelativität, Bewußtsein, Quantenwelten und Chaos ohne Charakter, entwickelt eine kleine Theorie des Lächelns und entdeckt das Wunder des Jetzt...

Inhalt:
1 Attraktoren
2 Von der Unendlichkeit
3 Anaxagoras und die Entmischung der perfekten Mischung
4 Bewusstsein
5 Evolution ohne Bewusstsein
6 Descartes' Vision
7 Die Welt als Schnitt
8 Das Jetzt

Stimmen der Kritik:

"Otto E. Rössler verbindet Physik und Ästhetik. Attraktoren ziehen an, wie der Abfluss eines Waschbeckens eine ins Waschbecken geworfene Kugel. Zugleich aber sehen Attraktoren, wie dieses Waschbecken, schön geformt aus. Der schon als Nobelpreis-Kandidat gehandelte Chaos-Forscher versteht es zu vergleichen und zu veranschaulichen... Für das Chaos gilt: Kleine Ursachen haben große Wirkungen. Ein Flügelschlag eines Schmetterlings kann demnach sogar den Verlauf der Weltgeschichte verändern. Dieser so genannte Schmetterlingseffekt ist also eigentlich nur philosophisch zu fassen. Kein Wunder also, dass der Chaos-Forscher, Chemiker und Mediziner auf der CD philosophische Themen wie das Bewusstsein anspricht und wie für Descartes die Frage nach dem Bewusstsein durch einen Traum zentral wurde. Doch bei der bekannten Anekdote belässt es Rössler nicht, sondern entwickelt, wie sich der Marquis de Sade Descartes Vorstellung von der Welt als Maschine zu Nutze machte und wie erst die moderne Quantentheorie dem Sadismus seine Legitimation nahm..." (Deutschlandradio)

"Es gibt Literaten und Philosophen, die man besser liest als hört. Es gibt andere, deren Stimmen Welten öffnen. Der Klang ihrer Person ist fast schon Theorie. Der Chaosforscher Otto E. Rössler gehört zu diesen Menschen. 'Persona', sagt er, 'ist doch ein tolles Wort, es heißt durchtönen' ... Rössler bringt zusammen, was nach der Hygiene der Disziplinen getrennt wurde. So richtet er köstliche Mischungen an, aus denen Neues entsteht..." (Literaturhaus Hamburg)