Die Saga-Aufnahmen (I)
Njáls saga / Laxdæla saga

Konzeption & Regie: Thomas Böhm und Klaus Sander
Erzähler: Arthúr Björgvin Bollason, Sigrún Valbergsdóttir, Klaus von See, Einar Kárason, Kristof Magnusson, Julia Zernack, Árni Björnsson, Kristín Steinsdóttir, Gísli Már Gislason, Halldór Laxness
Aufnahmen: Klaus Sander
Schnitt: Michael Schlappa, Anja Theismann
Produktion: supposé 2011

gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

Box mit 4 Audio-CDs, 276 Minuten
und Booklet, 48 Seiten
ISBN 978-3-86385-001-2
Euro 39,80

Ausgewählt für die hr2-Hörbuchbestenliste Mai 2011

BESTELLUNG

Die Jahre zwischen 930 und 1030 werden in Island "Sagazeit" genannt. In dieser Zeit spielen die Geschichten von Kriegen, Verbrechen, sozialen Konflikten, großen Lieben und Freundschaften, menschlichen Tragödien, die in den Isländersagas gesammelt sind.
In Deutschland werden die Sagas oft mit "Sagen" verwechselt, mit Volksmärchen von Elfen und Trollen, und insbesondere mit der in der Edda geschilderten nordischen Mythologie, der Götterwelt um Odin und Thor. In Island sind die Sagas allgegenwärtig, ihre Helden präsent wie gute Bekannte. Jede Region Islands hat ihre eigene Saga - mündlich überlieferte Geschehnisse aus der Anfangszeit der isländischen Gesellschaft. Die Saga-Aufnahmen knüpfen an die jahrhundertealte Erzähltradition auf Island an. Thomas Böhm und Klaus Sander haben für dieses mehrteilige Editionsprojekt zahlreiche Islandreisen unternommen und auf ihren Aufnahmetouren Deutsch sprechende Isländer ihre persönlichen Geschichten und Erkenntnisse zu den Sagas erzählen lassen.
Die Veröffentlichung der Saga-Aufnahmen beginnt im Frühjahr 2011 mit den Erzählungen zweier großer Isländersagas: Arthúr Björgvin Bollason erzählt Die Saga von Njáll (Njáls saga) über den Helden Gunnar, dem eine Ohrfeige, die er seiner Frau gibt, zum Verhängnis wird und seinem Freund Njáll, dem größten Rechtskenner seiner Zeit, der mit seiner Familie einem "Mordbrand" zum Opfer fällt. Sigrún Valbergsdóttir erzählt die Die Saga der Leute aus dem Lachsflusstal (Laxdæla saga), den Nachkommen der ersten Siedlerin Islands, die tragische Liebeshändel und Familienfehden austragen, in deren Hintergrund sich die in der europäischen Geschichte einzigartige, unblutige Christianisierung Islands im Jahre 1000 vollzieht.
Um den Spuren der Landschaft in den Geschichten nachzugehen, wurden die Saga-Erzählungen an den Originalschauplätzen aufgenommen, die im Booklet der CD-Box auch fotografisch dokumentiert sind: im Angesicht der großartigen Panoramen der isländischen Historie und Natur, deren Geräusche als Hintergrund Eingang in die Aufnahmen fanden.
Neben den Erzählungen der beiden Sagas enthält die Box zwei weitere CDs, auf denen die Schriftsteller Einar Kárason, Kristof Magnusson und Kristín Steinsdóttir, die Wissenschaftler Klaus von See, Julia Zernack und Árni Björnsson, sowie als historischer Originalton der Nobelpreisträger Halldór Laxness in einführenden Erläuterungen und Kommentaren die historischen und kulturgeschichtlichen Hintergründe der Isländersagas erschließen - einem außerhalb Islands weitgehend unbekannten, europäischen Kulturschatz.

CD1
Arthúr Björgvin Bollason erzählt die Geschichte der heiligen Quelle
Julia Zernack über Sagas und Isländersagas
Klaus von See über die Isländer und ihre Sagas
Kristof Magnusson über die Faszination der Isländersagas
Sigrún Valbergsdóttir und Gísli Mar Gislason über Redewendungen in den Sagas
Kristín Steinsdóttir über Erzählen als Kunst
Einar Kárason erzählt die Geschichte von Thórdur kakali

CD2
Arthúr Björgvin Bollason erzählt die Saga von Njáll (Njáls saga)

CD3
Sigrún Valbergsdóttir erzählt die Saga der Leute aus dem Lachsflusstal (Laxdaela saga)

CD4
Halldór Laxness über Erziehung durch die Isländersagas
Anmerkungen zur Njáls saga:
Arthúr Björgvin Bollason
Klaus von See über das isländische Rechtssystem im Mittelalter
Anmerkungen zur Laxdaela saga:
Árni Björnsson
Sigrún Valbergsdóttir

Stimmen der Kritik:

"Keine Urbevölkerung musste bekämpft werden, als die ersten Siedler im neunten Jahrhundert 'Eisland' erreichten. Sie betraten eine leere Insel. Die isländische Geschichte, von der die Sagas erzählen, ist vergleichsweise jung und noch immer im Alltagswissen verankert. Auf vier CDs kann man sich bestens in Hintergründe und Geschichten der Sagas einhören."
(Wiebke Porombka, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. März 2011)

"Thomas Böhm und Klaus Sander ließen zwei der wichtigsten Sagas von zwei Einheimischen auf je einer CD nacherzählen. Die beiden Isländer sprechen vorzüglich Deutsch (mit jenem winzigen Akzent, der Authentizität ausstrahlt), und beide sind mit ihrem Stoff bestens vertraut: Arthúr Björgvin Bollason und Sigrún Valbergsdóttir. Auf zwei weiteren CDs finden sich werkübergreifende Einführungen. Das Konzept setzt vollständig auf Mündlichkeit - die Erzähler und die zusätzlich befragten Forscher oder Saga-Liebhaber sprechen ersichtlich frei in die Mikrofone. Manche wägen bedächtig ab, manchen sprudeln vor Begeisterung über, und eine Trouvaille ist etwa, als einzige historische Aufnahme, eine kurze deutschsprachige Einschätzung des greisen Literaturnobelpreisträgers Halldór Laxness aus dem Jahr 1976 über das unterschiedliche Verständnis der Texte in verschiedenen Lebensaltern. Die eigentliche Kunst der Nacherzähler besteht aber im notwendigen Weglassen, in der Beschränkung auf das Wesentliche zuungunsten komplizierter Genealogien, auf den Erzählkeim also. Dies gelingt in beiden Fällen vortrefflich."
(Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. April 2011)

"Es ist ein kluges und verdienstvolles Projekt von supposé, die Isländersagas dem deutschen Publikum in einer erzählten Fassung vorzustellen. Die Zuhörer werden von isländischen und deutschen Erzählern in die phantastische Welt der Sagas eingeführt. Hören Sie selbst!"
(Bernhild Vögel, Icelandreview, 18. April 2011)

"Thomas Böhm und Klaus Sander sind nicht nur den Spuren der Geschichte an den Originalschauplätzen nachgegangen, sie knüpfen auch an die Tradition der mündlichen Überlieferung an, indem sie zahlreiche Menschen zu Wort kommen lassen, die mit eben diesen Ereignissen aus der Vergangenheit bestens vertraut sind. Blutige Ereignisse, in denen es um Liebe und Tod, um Neid und Rache geht, um starke Familienbande, Frauen, die ihre Männer zum Mord anstacheln, um Ächtungen und Wunder, Freundschaft und Zauber, um Scheidungen und Frauen, die 'kein Weibchen für die Ecke' sein möchten. Unmöglich, die Geschehnisse auch nur ansatzweise wiederzugeben. Und doch erschließt sich dem Hörer nach und nach deren archaische Kraft, ihre spröde Schönheit und die Wucht der Auseinandersetzungen. Nachdem man sich eingehört hat in den grausamen Lauf der Dinge, wird auch plausibel, weshalb die weit zurückliegenden Dramen im Alltagsleben der Isländer noch heute eine große Rolle spielen und wieso diese Figuren sich wie Freunde oder Verwandte in das isländische Nationalbewusstsein eingeprägt haben."
(Marianne Kolarik, Kölner Stadt-Anzeiger Magazin, 30. April/1. Mai 2011)

"Mord und Leidenschaft, Liebe und Hass durchziehen die isländischen Sagas, die auf diesen CDs zu hören sind. Das Besondere: Sie werden nicht vorgelesen, sondern frei und sehr lebendig von ausgewiesenen Kennern der Materie an den Originalschauplätzen erzählt. Hilfreiche Einführungen in die Besonderheiten der isländischen Sagas runden dieses eindrucksvolle Hörbuch ab."
(hr2-Hörbuchbestenliste, Mai 2011)

"Das Wort Saga leitet sich vom isländischen Verb segja, sagen, erzählen, ab. Und das Erzählen, meint die Kinderbuchautorin Kristín Steinsdóttir, 'ist eine Kunst. Erzählen kann nicht jedermann'. Auf diesem großartigen Hörbuch aber kann es jeder Mann und jede Frau."
(Knut Cordsen, Bayern 2 kulturWelt, 9. Mai 2011)

"Auf den vier CDs werden nicht nur Sagas erzählt. Zudem erläutern Wissenschaftler anschaulich die Kulturgeschichte und Besiedlung Islands, die Sprache und das Rechtssystem. Als Hörer bekommt man ein umfassendes, sehr plastisches Gesamtbild dieser faszinierenden europäischen Erzählkultur. Die Saga-Aufnahmen bewahren sie. Als opulentes, unterhaltsames und spannendes Hörerlebnis, nicht nur für Spezialisten."
(Christian Kosfeld, hr2 Mikado, 27. Mai 2011)

"Dass solche oral tradierte (!) Geschichte (!) in Europa immer noch vorhanden ist, kann man sich im Zeitalter der audiovisuellen Überwältigung aus zentraleuropäischer Perspektive kaum vorstellen. Und doch vermittelt sich die Lebendigkeit mündlicher Erzählkunst eindrucksvoll, wenn Thomas Böhm und Klaus Sander ihre deutsch sprechenden isländischen Protagonisten an den Originalschauplätzen der Sagas frei erzählen lassen. Die wunderbar deutsch erzählenden Isländer, an den alten Orten, in den alten Landschaften, sie holen in den Saga-Aufnahmen etwas hervor aus den virtuellen Archiven der mündlich übertragenen Kulturgeschichte Europas. Ja, wunderbar, dieses Erzählen."
(Hartwig Tegeler, Deutschlandradio Kultur, 17. Juni 2011)

"Mit den Saga-CDs holt supposé die erst mündliche, dann schriftlich kodifizierte Erzählung in ein neues Medium. Auf den CDs werden die Sagas nicht nur in einem schönen, leicht durch die isländische Muttersprache der Erzähler verschatteten Deutsch wiedererzählt, sondern auch durch begleitende Stimmen nahegebracht. Das Booklet zeigt Fotos der Aufnahmeorte, denn wie alle CDs von supposé sind auch diese an jenen Schauplätzen aufgenommen worden, die für die Erzählung wichtig sind."
(Jörg Plath, buchreport.spezial 2011)

"In Island kennt die Sagas, die Gründungsgeschichten des so betörend schönen Inselstaates, jedes Kind. Beim Hören dieser vier CDs, auf denen Autoren und Island-Kenner sehr persönlich erzählen, wird man sich der Faszination dieser Sagenwelt kaum entziehen können. Oder aber einen Flug buchen."
(Wiebke Porombka, Das Magazin, Juli/August 2011)

"Island ist nicht nur sagenhaft schön, sondern tatsächlich ein 'Saga'-Land. Für die Edition haben Klaus Sander und Thomas Böhm Saga-Orte besucht. Die Täler, Berge und Flüsse, an denen die Tonaufnahmen entstanden, kann man im Booklet betrachten, vor allem aber hören. Es ist, als stehe man mit den Erzählern auf einem windigen Berg oder am plätschernden Bach."
(Christian Kosfeld, hr2 Mikado spezial, 16. Juli 2011)

"Man braucht gegenüber einem Isländer eine Saga nur zu erwähnen, bemerken Thomas Böhm und Klaus Sander im Booklet der Edition, und schon löst man Erzählen aus. Denn die Saga-Figuren sind in Island quasi gute Bekannte, ihre Geschichten, die zu Beginn der isländischen Gesellschaft zwischen 930 und 1030 spielen, werden seit jeher mündlich tradiert. Auf den vier CDs der Edition Die Saga-Aufnahmen vollziehen Thomas Böhm und Klaus Sander davor eine tiefe Verbeugung, zusammen mit den deutsch sprechenden Isländern, die Sagas vortragen, und einigen Wissenschaftlern, die Hintergründe der Saga-Zeit erläutern. Wenn man sich auf den Erzählfluss dieser sehr, sehr schönen Edition einzulassen beginnt, auf diese Geschichten voller Liebe und Hass, Mythen und übernatürlicher Dinge, Geister und Dämonen, dann entsteht langsam der Eindruck, als ob ein Vorhang weggezogen wird. Es ist wie ein Eintauchen in ewig Vergangenes, aber in Island noch sehr Lebendiges. Wundervoll, diese Kunst des Erzählens."
(Hartwig Tegeler, Radio Bremen, Literaturzeit, 17. Juli 2011)

"Bei supposé hat man sich wieder etwas ganz Besonderes ausgedacht: Isländer erzählen auf Deutsch ihr Sagas und deren Wirkung bis in den heutigen Alltag. Das ganze mit ausführlichem Booklet und in schönster Aufmachung."
(Gabriela Schaaf, Deutsche Welle Bücherwelt, 29. Juli 2011)

"Klaus Sander und Thomas Böhm sind in den hohen Norden gereist und haben sich einige Sagas mündlich erzählen lassen. So blüht der Humor und die erfrischende Absurdität auf, von denen die Sagas mit ihren Geschichten von starken Männern und klugen Frauen nur so strotzen. Erzählt wird auch der historische Hintergrund der Sagas und die Wirkung, die sie im Leben der heutigen Isländer spielen. Unser Bild von Island verändert sich somit während des Hörens unweigerlich. Eine wunderbare Gelegenheit, Feuer zu fangen für die Sagas."
(Thomas Linden, Kölnische Rundschau, 6. August 2011)

"Kaum eine literarische Tradition hat sich als so vital erwiesen wie die isländischen Sagas. Ihre Lebendigkeit haben sie zum einen durch die Lebensnähe der Geschichten. Zum anderen aber auch, weil sie Teil einer mündlichen Erzähltradition geblieben sind. Auch heutige Isländer berichten, dass ihre Eltern ihnen als Kinder Epsioden aus den Sagas erzählt haben. Die kleine, inzwischen mehrfach preisgekrönte Berliner Edition supposé knüpft genau hier an. Das CD-Projekt Die Saga-Aufnahmen (Konzept und Regie: Thomas Böhm, Klaus Sander) ist kein Hörbuch mit vorgelesenen fertigen Texten. Isländer erzählen hier, frei und lebendig, die Sagas auf ihre Weise. So erschließen sich diese Geschichten auch für ein deutsches Publikum ganz neu. Die CD-Box ist der ideale Einstieg in die Welt der Sagas. Exzellenter Stoff!"
(Denis Scheck, ARD Druckfrisch, 29. August 2011)

"Ein umfassendes und lebendiges Bild einer einzigartigen Literatur entsteht."
(Miroque, Nr. 7, September/Oktober/November 2011)

"Man kann süchtig nach diesen Geschichten werden, aber vor allem nach den Stimmen, die sie erzählen. Das mündliche Erzählen schafft eine Nähe, die unweigerlich berührt, da der Erzählende immer gerichtet spricht, er will verstanden werden, zieht sich nicht auf das gedruckte Wort zurück. Der Rhythmus, die Pausen, die Bewegungen des Denkens und der Erinnerung sind in dieser Form des mündlichen Erzählens enthalten. Das ist etwas anderes als ein vorgelesener Text, man spürt, wie sich die Erzählenden an ihrem Stoff erfreuen, wie ihnen selbst noch einmal die Komik bewusst wird, die in den Stoff der Sagas eingeflochten ist. Ein Geniestreich."
(Thomas Linden, choices, September 2011)

"Sechsmal sind Sander und Böhm seit Mai 2009 nach Island gefahren, um dort mit wechselnden Erzählern Sagas aufzunehmen. Jedes Mal haben sie neue Leute kennengelernt, sodass ein facettenreiches Stimmenpanorama zusammenkam: fast schon ein Hör-Archiv der isländischen Sagakultur. Dass es ihnen dabei nicht um eine Suche nach möglichen Ursprüngen, sondern um den gelebten Alltag der Gegenwart ging, ist Klaus Sander wichtig. Das Island-Projekt schließt an eine Grundidee von supposé an: Erzählen und Sprechen sind dem Schriftlichen ebenbürtig. Viele Isländer der mittleren und älteren Generation sprechen sehr gut Deutsch, das war natürlich entscheidend für die Island-CDs. Sander und Böhm erbringen den Beweis, dass die heutigen Isländer wunderbare Geschichtenerzähler sind; für ihre Aufnahmen sind sie an die Originalschauplätze gefahren, um sich vom Flair der Orte inspirieren zu lassen. Die Fotos in den beiden Booklets zeigen, wie schnörkellos schön diese Landschaft ist."
(Jutta Person, börsenblatt, 20. September 2011)

"Die isländischen Sagas sind regional-literarischen Ursprungs, werden bis heute sowohl gelesen wie auch weitererzählt, und ihre Volkstümlichkeit macht sie verständlich für alle, bildet eine literarisch-orale Tradition, die durch die Generationen geht und für alle Lebensalter interessant ist. Die opulente und sorgfältige Ausstattung der Box verdient unbedingt Erwähnung. Hochgradig empfehlenswert!"
(Christian Brückner, Büchergilde Magazin, Nr. 4, Oktober-Dezember 2011)

"Lebendiger kann man sich Island und seine Geschichten nicht nahebringen lassen."
(Angela Wittmann, Brigitte, Nr. 22, 5. Oktober 2011)

"Für Island und die Isländer sind die Sagas Teil ihrer Identität, es handelt sich keineswegs um längst vergessene Texte, sondern sie gehören zum Allgemeingut der Bevölkerung und berühren gewissermaßen den Kern des isländischen Wesens. Aus dieser Erkenntnis speist sich das anspruchsvolle Projekt, das supposé in Angriff genommen hat. Mit der Erzählung der Sagas durch deutschsprechende Isländer lebt nicht nur die mündliche Erzähltradition wieder auf, durch die Kombination mit persönlichen Geschichten und Erlebnissen der Sprecher wird auch der enge Bezug der Isländer zu dieser Literatur sehr deutlich."
(Carsten Tergast, BÜCHER, Nr. 6, November/Dezember 2011)

"supposé hat mit Die Saga-Aufnahmen - Teil 1 eine sehr inspirierende Mischung hingekriegt, einzelne Sagas von Deutsch sprechenden Isländern (mit unwiderstehlichem Akzent) nacherzählen zu lassen und O-Töne zu sammeln, die die Bedeutung der Sagas für das isländische Volk und seine Literatur beleuchten."
(Ijoma Mangold, ZEIT LITERATUR, Nr. 41, Oktober 2011)

"Eine faszinierende Audio-Edition"
(Christiane Zintzen, Neue Zürcher Zeitung, 7. Oktober 2011)

"Eine Lektion in Mut und Durchhaltevermögen."
(Jörg Sundermeier, die tageszeitung, 8. Oktober 2011)

"Das Gespräch mit der Natur lässt sich auch in der Jetztzeit erzählen, die alten Erzählungen sind im kollektiven Gedächtnis quicklebendig. Thomas Böhm und Klaus Sander stellen in einer auf acht CDs angelegten Edition ein Island vor, in dem die Sagas allgegenwärtig sind und das Nachdenken über sie einen Teil ihrer Lebendigkeit ausmacht. Vielleicht ist, wenn man am Rand der Welt inmitten eines Wortmeers in der in gleichgültiger Stummheit fernsten Natur wohnt, dem Menschen nichts wichtiger zum Überleben als das Erzählen, als die Selbstvergewisserung, dass es diesen Ort, diese Zeit, sich selbst, also: die Welt wirklich gibt und man dahin gehört, zu jedem Ende hin."
(Andreas Kohm, Badische Zeitung, 8. Oktober 2011)

"Wer die Sagas, die historisch-literarischen Überlieferungen über die Zeit der ersten Besiedlung, als Nicht-Isländer kennenlernen will, der sollte sie am besten hören. Das entspricht ihrer traditionellen mündlichen Überlieferung, und daher sind die beiden Hörbücher der Saga-Aufnahmen ein solcher Glücksfall: Isländer erzählen darin ihre jeweils eigene Version der tradierten Texte nach, frei und lebendig und mit jener Nähe, die uns berührt, da sie in ihrer entschlossenen Mündlichkeit auf uns abzielt. Dass Isländer große Geschichtenerzähler sind, wusste man zwar auch schon ohne dieses Stimmenorchester. Und dennoch lässt sich kaum eine überraschendere Adaption mittelalterlicher Literatur denken als diese strahlend frische, überlegen komponierte und nicht zuletzt freche Version der einzigartigen Epen."
(Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Oktober 2011)

"Ein tolles Projekt, das der mündlichen Erzähltradition Rechnung trägt."
(Antje Deistler, Deutschlandfunk Büchermarkt, 11. Oktober 2011)

"Ein vielfältiger, lebendiger Bericht, ein erstaunliches Archiv der isländischen Kultur aus berufenem Mund. Das ungewöhnliche Projekt steht an der Grenze zwischen Literatur und erzählter Geschichte. Wie kaum ein anderes passt es zum Motto 'Sagenhaftes Island', unter dem das Land Ehrengast der Frankfurter Buchmesse ist. Wer selbst nach Island reisen möchte, kann sich hiermit bestens auf die Kultur vorbereiten, die ihn erwartet."
(Thilo Resenhoeft, dpa, 12. Oktober 2011)

"Die vier CDs mit isländischen Sagas gehören zu den Kostbarkeiten des Jahres."
(Jürgen Werth, NDR Kultur, 13. Oktober 2011)

"Die Geschichten über die Lachsflusstal-Leute oder die am Fluss Rangá mäandern durch die Zeiten und durch Täler und über die Hügel. Mit dem SAGA-Projekt hat Klaus Sander das Konzept seines supposé-Audio-Verlags konsequent fortgeführt."
(Hartwig Tegeler, Deutschlandradio Kultur, 14. Oktober 2011)

"Das einzigartige CD-Projekt bewahrt einen Kultur-Schatz, als sinnliche Hör-Reise, akustisch abwechslungsreich durch viele Erzähler und Naturgeräusche."
(Christian Kosfeld, WDR5 Neugier genügt, 17. Oktober 2011)

"Rund 20 Personen nehmen einen in dieser zweiteiligen Saga-Edition mit auf eine akustische Reise, auf der man viel darüber erfährt, wie die Isländer heute mit den alten Geschichten leben. Beiden CD-Boxen sind dicke Booklets mit Landschaftsaufnahmen beigefügt, in die man sich beim Zuhören wunderbar vertiefen kann."
(Christel Wester, WDR3 Passagen, 20. Oktober 2011)

"Ein gewagtes Experiment, das voll gelungen ist. Es ist zu hoffen, dass diese Edition nur die erste in einer langen Reihe sein wird."
(Gert Kreutzer, ISLAND, 17. Jg., Heft 2, November 2011)

"Wenn ihr mehr über die Sagas wissen wollt, hört euch diese wunderbaren Saga-Aufnahmen an."
(Alva Gehrmann, Der Tagesspiegel, 19. November 2011)

"Einen neuen Geniestreich hat supposé gerade veröffentlicht: Die Saga-Aufnahmen. Bei Sagas handelt es sich um alte isländische Heldengeschichten. Bis zum heutigen Tag werden diese mündlich tradiert, jeder Isländer kennt die Storys. Die bestechende Idee von supposé: die Sagas von deutsch sprechenden Isländern an den Originalschauplätzen erzählen zu lassen. Gerade der Widerspruch zwischen der modernen Alltagssprache und den archaischen Themen macht die Aufnahmen so interessant. Vor allem aber sind die Geschichten so verrückt und schön, dass man sie sofort seinen Kindern weitererzählen möchte."
(NIDO, Nr. 12/2011-01/2012)

"Das anspruchsvolle Hörprojekt von Klaus Sander und Thomas Böhm ermöglicht dem Zuhörer Zugang zu einem außergewöhnlichen Kulturschatz."
(Astrid Königstein, ASB Magazin, Nr. 4/11, Dezember 2011)

"Die Saga-Aufnahmen funkeln vor sprachlicher und interpretatorischer Lebendigkeit und lassen erahnen, wie der 'Sagastil' vor mehr als 1000 Jahren geklungen haben mag."
(Wolfgang Schiffer, die horen, Nr. 244)

"Das gewiss ungewöhnlichste Hörbuchprojekt des Jahres."
(Denis Scheck, Deutschlandfunk Büchermarkt, 16. Dezember 2011)

"Diese Hörbücher sind eine Entdeckung! Da geht jemand los und lässt sich auf der Insel aus Feuer und Eis an den vermeintlichen Originalschauplätzen die alten Island-Sagas erzählen, von kundigen Isländern auf Deutsch. Diese Island-Sagas haben eine unglaubliche Wucht. Da gibt es: die diametral entgegen gesetzten Pole, das Unausweichliche, Schicksalhafte - alle Figuren können nicht anders, als eben so, wie sie handeln - und doch sind selbst ihre ärgsten Grausamkeiten motiviert und nachvollziehbar. Und das Starke daran ist, wie lapidar sie auf diesem Hörbuch erzählt werden. Ganz selbstverständlich, kein Wort zuviel, aber in den kleinen Randbemerkungen blitzt soviel Ideologiekritik auf: Da wird die Heldenhaftigkeit der Sagarecken immer wieder in Frage gestellt, vor allem ihr Ehrbegriff, ihre Härte gegen sich und andere. Das sind, wenn man so will, stark überzeichnete Beziehungsdramen - und sie haben als solche Bestand bis heute."
(Tobias Barth, MDR Figaro, 3. Januar 2012)

"Seit ein paar Jahren verblüfft mich supposé mit schönsten, interessantesten und funkelnden Hörbüchern. Diese Box gehört dazu. Und ich bin dem Verlag sehr dankbar für diese Kostbarkeit!"
(Odilie Pressberger, Thalia Buchhandlung Regensburg, 7. April 2012)

"Grossartig, dass es einen Verlag gibt, der sich so etwas traut. Diese acht CDs sind ein einzigartiges, sehr sehr ehrgeiziges Projekt, das noch viel mehr Beachtung finden sollte."
(Buchhandlung Jastram, Ulm, 9. August 2012)

Die Saga-Aufnahmen (II)
Egils saga / Grettis saga