Ausgezeichnet als Hörbuch des Jahres 2008 Ein Sommer, der bleibt Hören und Sprechen nicht als Derivat des Geschriebenen zu begreifen,
sondern ihm als eigenständiger Form Gehör zu verschaffen - das
war von Anfang an das besondere Anliegen von supposé. CD1 CD2 Stimmen der Kritik: "Ein literaturhistorisches Ereignis hat stattgefunden: ein kunstreicher,
verblüffender Akt, die Geburt einer neuen Gattung in Form einer
CD-Box" (Hubert Winkels, DIE ZEIT) "Das beste Buch des Monats ist überhaupt kein Buch, sondern ist
eine CD: Ein unkonventionelles Hörbuch aus Deutschlands unkonventionellstem
Hörbuchverlag. Diese CD enthält nicht einfach die Lesung eines
Buchs, sie ist selbst der Roman. Peter Kurzeck entwickelt und
erzählt seinen Roman vor dem Mikrofon Papier und Tinte braucht
er dazu nicht. Ein Literaturerlebenis nur für die Ohren! Toller
Erzähler, tolle CD!" (Denis Scheck, ARD druckfrisch) "Keine Minute der knapp sechs Stunden ist überflüssig oder langweilig,
weil Kurzeck ein Erinnerungsriese, vor allem jedoch ein Welterschaffungsgenie
ist. Ein ganzes Universum entsteht dabei neu - berührend, beeindruckend,
schlicht: großartig." (Christoph Schröder, Frankfurter Rundschau) Platz 1 der hr2-Hörbuchbestenliste Dezember 2007 "Ein ausgesprochen gelungenes Werk. Eine artistische Meisterleistung
sondergleichen, dass sich jemand frei redend so erinnert, auch
an die Namen des Apothekers aus dem Nachbarort und dessen Frau
und dessen Hund! Es ist unglaublich, was für ein Gedächtnisarchiv
Herr Kurzeck hat. Allein das wäre schon Bewunderung genug für
diese Form der artistischen Leistung, aber was jetzt dazu kommt,
ist, dass er wunderbar formuliert und dass es auch als Literatur
funktioniert. Es ist der Versuch, die Zeit stillzustellen, die
Zeit rauszunehmen aus einer Szene, deshalb dieser hohe Sommer,
dieser eine Tag als Grundgefühl, das ist ja ein altes, antikes
Motiv, die Zeit des Pan, diese eine glückliche Zeit. Und dies
zu vermitteln, so zu vermitteln, dass der Hörer selber in eine
fast meditative, schöne, sommerliche, gleitende Zeitbewusstheit
hineingerät, das gelingt zudem noch, zu allem anderen, was an
dieser Produktion besonders ist. Und insofern ist es sowohl von
der traditionellen künstlerischen Qualitätsfrage her besonders,
aber eben auch medial und gattungsmäßig etwas völlig Neues." (Hubert
Winkels, Deutschlandfunk Kultur heute) "Erlebte Zeit wird erzählte Zeit: ohne den Umweg über die Schrift
ist dieses Hörbuch ein Originaldokument. Gemeinsam haben Peter
Kurzeck und Klaus Sander das Verfahren der freien Rede für die
Literatur nutzbar gemacht. So ist ein akustischer Roman entstanden,
der gleichzeitig intim und öffentlich ist. Mit dem Redefluss,
der kaum spürbar bearbeitet aus sich heraus zu entstehen scheint,
kommt man nicht nur der Lebensgeschichte Kurzecks nahe, sondern
auch einer Person, die bei aller Authentizität eine fiktive bleiben
muss. Die Stimme, die hier spricht, bekommt einen Körper, der
nur in der Erinnerung des Hörers mit dem von Peter Kurzeck übereinstimmen
kann. Für die meisten entsteht völlig glaubhaft eine andere Person.
Und zwischen den Beschreibungen stösst man dann immer wieder auf
ganz profunde Erkenntnisse, die wie nebenbei in einem leichten,
unbeschwerten Ton beschrieben werden und sich kaum von den Beobachtungen
trennen. Dieses Hörbuch ist auf ganz erstaunliche Weise wie aus
einem Guss. Die Form des Hörbuchs ist im Grunde die ideale Form
für die konzentrierte erzählende Prosa Kurzecks, weil nur hier
die Zeit eine unmittelbare Rolle spielt. Erzählen und Zuhören
sind zeitlich verbundene Prozesse. Ohne den Umweg über das Buch,
ohne dass man innehalten und aufblicken könnte, ist man den Bildern
ausgeliefert, die an einem vorüber ziehen ohne zu verharren. Man
möchte das Licht löschen, um ihnen mehr Raum zu geben, damit sie
ohne Ablenkung wirken können. Dann hört man das Hörbuch noch einmal
und immer wieder, weil die Erzählung einen Sog entwickelt, der
kein Ende kennt. Nichts passiert in dieser Geschichte und doch
enthält sie, wie nur wenige andere, die ganze Welt." (Ulrich Sonnenschein,
hr2 Mikado) "Es ist ein kleines Wunder, wie Peter Kurzeck im Erzählen eine
verschwundene Welt wieder zum Leben erweckt - und zwar ohne romantisch
verklärenden Blick. Worte werden Klang; Rhythmus und Melodiebögen
von Kurzecks Sätzen machen aus einem exemplarischen Stück Zeitgeschichte
ein Kunstwerk von suggestiver Kraft: Oral history trifft Literatur."
(Nils Kahlefendt, Börsenblatt) "Dieser Roman ist beispiellos. Offenbar ohne wie auch immer geartete
unmittelbare schriftliche Vorlage eine rund fünfstündige Erzählung
zu realisieren mit all der Frische, die eine spontane Erinnerung
in einem Gespräch auszeichnet, das ist große Kunst, wenn dieser
Begriff denn Sinn macht. Denn: Um Kunst handelt es sich zwar,
selbstverständlich, auch wenn man gerne im übertragenen Sinn von
kunstlosem Erzählen sprechen möchte. Doch das Attribut "groß"
ist problematisch, eben weil die Unternehmung einzigartig ist.
Es gibt kein "größer" und "kleiner": Dieser Roman ist ein Unikum."
(Hubert Winkels, Börsenblatt) Hörbuch der Woche (Bayerischer Rundfunk, 25.11.2007) "Liebevoll beschreibt Kurzeck den Ort seiner Kindheit, die Leute,
die dort wohnten und teilweise immer noch wohnen, bringt ihre
Sprache und trockene Lakonie zum klingen. Kurzeck selbst hat ein
wenig vom hessischen Zungenschlaf angenommen, und auch deswegen
ist es angenehm, ihm zu lauschen. So luftig und frei gesprochen
möchte man ihn am liebsten immer hören." (NDR Kultur) "Der supposé-Verlag verfolgt seit einiger Zeit ein sehr interessantes
Projekt: Er lässt Geistesgrößen, meistens Wissenschaftler, über
ihren Forschungsgegenstand erzählen, ohne Manuskript, freie Rede
pur, und man ist oft erstaunt, wie einem so, also frei erzählt,
komplizierte Zusammenhänge klar werden können. Jetzt hat supposé
einen Schriftsteller vors Mikrofon geholt: Peter Kurzeck, Autor
oft autobiografisch gefärbter Romane, und er erzählt fast fünf
Stunden lang über das Dorf seiner Kindheit, Staufenberg bei Gießen.
Genaue Detailbetrachtungen auf dem Dorf als Grundlage für die
Wahrnehmung der Vielfalt der Welt..." (Rosemarie Tuchelt, hr2
Mikado spezial) "Den Begriff des Hörbuchs ernstgenommen und als Experiment verwirklicht
hat das Kölner (nach einem Umzug bald: Berliner) Label supposé,
seit Jahren Garant für die gewitztesten Beiträge im noch jungen
Medium der besprochenen CD. Wochenlang zog sich supposé-Gründer
Klaus Sander mit dem Frankfurter Autor Peter Kurzeck und einem
Aufnahmegerät in eine leere Wohnung zurück. Der Roman als reiner
Sprechakt, nichts Geringeres, war Ziel der selbstauferlegten Einsperrung.
Der weitverzweigte Plot des Hörbuchs entsteht unmittelbar aus
dem Erinnern und Erzählen heraus, folgt den im Sprechen wiedererstandenen
Bildern, Personen und Anekdoten. In der zur Literatur sich verdichtenden
Erinnerung zerfließen auch die herkömmlichen Grenzen von Privatheit
und Fiktion vor dem Ohr des Hörers dieses Originaldokuments akustischer
Literatur. In der Spontaneität des Sprechakts scheint es der Dorfbewohner
Kurzeck zu sein, den wir als Kind erleben. Und doch ist es, wie
Marcel Prousts Marcel, auch hier ein literarisches Alter Ego,
dem wir durch die Gassen und Wiesen folgen. Wenige Wochen nach
seinem Erscheinen wurde "Ein Sommer, der bleibt" bereits mit hymnischen
Kritiken bedacht. Das gewagte Experiment ruft nach Fortsetzung."
(Cornelia Niedermeier, Der Standard) "Nichts bleibt so im Gedächtnis haften wie die Zeit der Kindheit:
Das erste Bad im Fluss, der Klang der Häckselmaschine am Abend
- die ganze rätselhaft-schöne Welt. Und so erinnert sich der Frankfurter
Schriftsteller, Jahrgang 1943, an die Zeit, als er, sechs, sieben,
acht Jahre alt, das Leben entdeckte. Ein Flüchtlingsleben nach
dem Krieg. Armut und Leid der Flüchtlinge spielen dabei durchaus
eine Rolle, etwa wenn die Mutter um ein Säckchen Mehl betteln
muss und rüde abgewiesen wird. Vor allem aber geht es in diesen
Erinnerungen um das Glück der Kindheit, das Eins-sein mit der
Welt, um die Zeit, in der die nächste Umgebung wie ein unerschöpflicher
Kosmos wirkt. Heute noch scheint Kurzeck vom Zauber umfangen,
von dem diese Kinderwelt durchwirkt ist. So wie man sagt, jemandes
Augen begännen zu leuchten, so wird Kurzecks Stimme heller und
heiterer, je intensiver er der Zeit in der hessischen Provinz
kurz nach dem Krieg gedenkt." (Tobias Lehmkuhl, Süddeutsche Zeitung) "Der Output des gerade nach Berlin umgezogenen Audio-Labels supposé
ist so gut & außergewöhnlich, dass man in jeder Ausgabe eine der
von Klaus Sander konzipierten und edierten CDs vorstellen könnte.
Mit Peter Kurzecks gesprochenen Erinnerungen an das nordhessische
Dorf seiner Kindheit ist ihm ein besonderer Wurf gelungen!" (Schwankungen
- Kultur für Bremen) "Nur die neuen Medien bieten noch Novitäten, oder? Nein, jetzt
gibt es eine Neuheit in einem ganz alten Medium: in dem der Literatur.
Peter Kurzeck bringt jetzt zusammen mit dem genialischen supposé-Verlag
eine unerwartete Neuheit. Auf vier CDs hat er einen Roman erzählt.
Ein Sommer, der bleibt ist nicht auf der Grundlage von Texten
entstanden. Hier wird nichts vorgelesen, es ist das erste Hörbuch
ohne Buchvorlage. Und das ist vollends gelungen und faszinierend."
(Frank Berzbach, sciencegarden) "Kurzeck im augenblicklichen Zenit seines wohl für immer größten
literarischen Wurfes" (Gießener Anzeiger) "Das ist mehr als oral history: Das ist, in der Erzählung, unendlich
fein gesponnenes Garn. Kurzeck hat von Anfang an seine Umwelt
sehr genau beobachtet und alles gespeichert, die leise im Wind
wogenden, ja sich wälzenden Kornfelder, die er vom Kirchturm aus
sah, genauso wie die erste Autofahrt. Ein Archivar seines Lebens."
(Knut Cordsen, Bayerischer Rundfunk, B5 aktuell) "Ein Hörbuch, das bleibt" (hr2-Hörbuchbestenliste) "Dass Kurzecks Schreiben seine innerste Energiequelle in der Mündlichkeit
des Erzählens hat, zeigt diese wunderschöne CD-Sammlung. Hier
erzählt der Schriftsteller wie ihm der Schnabel gewachsen ist,
ohne Manuskript. Man wird in einen Erinnerungsstrudel gezogen
und ertappt sich bei dem Wunsch, eine Kurzeck-CD zum Einschlafen
aufzulegen, so beruhigend ist die Dichterstimme. Man vertauscht
sich als Kurzeck-Fan probeweise mit dessen Tochter, deren Einschlafrituale
so oft erzählt werden. Verlässlich ist Kurzecks Fähigkeit, nach
der vierten, fünften Erzählgabelung und verschachtelten Fußnoten
wieder auf den Hauptstrang zurückzukommen. Aber der Zuhörer wäre
sogar bereit, sich mit dem Erzähler im Erinnerungsgeflecht zu
verlieren." (Marius Meller, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) "Ein vor dem Mikrofon improvisiertes Wunderwerk" (Gregor Dotzauer,
Der Tagesspiegel) "So aberwitzig und wunderbar wie kaum etwas, das man bislang hören
durfte: Ein frei gesprochener Roman; ein Werk, das in der Sekunde,
in der es laut formuliert wird, erst entstanden ist." (Christoph
Schröder, Frankfurter Rundschau) "Dieser wunderbar erzählte Roman ist eine Hommage an die Kindheit,
den ersten Blick auf die Dinge, mit dem wir uns die Welt erschließen."
(Burghard Schlicht, hr Fernsehen, Hauptsache Kultur) "Kurzeck baut das Dorf erzählend neu auf, so wie es einmal gewesen
ist. Da fahren dann wieder die Ochsenkarren über schlammige Wege,
deren Grund im Sommer zu weißem Staub zerfällt. Und die Dorfbewohner
tragen Sonntagskleidung, wenn sie zum Spaziergang auf die gepflasterte
Schosseh aufbrechen, wo die Autos sich noch einzeln zählen lassen.
Es ist Literatur in ihrer ursprünglichen, oral tradierten Überlieferungsform.
Da sitzt einer am Ofen und erzählt den Enkeln, wie es einst gewesen
ist: wie die Fleischwurst schmeckte, wie der Waschtag ging, wie
der Bücherbus kam und wie die Sommer gewesen sind. Diese Form
des mündlichen Erzählens ist selbst etwas, das zu verschwinden
droht. Man muss, das wird spätestens mit dieser Produktion deutlich,
Kurzeck hören." (Jörg Magenau, die tageszeitung) "Zur Literatur wird Kurzecks Erzählen, indem er in seine Memo-Fragmente
immer wieder Redundanzen und Abschweifungen einbaut, von Blickachsen
erzählt, von den Eigenarten einer Schlittenbahn oder, immer wieder,
vom Licht zu einer bestimmten Tageszeit." (Christoph Braun, Spex) "Eine medial und gattungsgeschichtlich erst- und einmalige Sache:
Ein Roman wird frei er-zählt, ohne schriftliche Vorlagen, ohne
Notizen, er wird redend erzeugt, das heißt erfunden und in Form
gebracht. Das Verfertigen des Romans beim Reden auf 4 CDs - im
Moment des Entstehens schon historisch!" (Hubert Winkels, Deutschlandfunk
Büchermarkt) "Spätestens jetzt ist es an der Zeit, Kurzeck kennenzulernen -
etwas so Zärtliches, Versponnenes, Wunderbares dürfte man lange
nicht mehr zu hören bekommen haben. Eine echte Weltverzauberung!"
(Christoph Schröder, Journal Frankfurt) "Kurzeck erzählt von den einfachen, kleinen Dingen, die er als
Kind erlebte, vom Brausepulver, dem Baden im See, der Dorfschule,
der Fleischwurst beim Metzger. Einzelne Bilder werden aufgegriffen,
wieder fallen gelassen, an anderer Stelle erneut, aber unter einem
anderen Blickwinkel eingestreut. Eine aus dem Stegreif entwickelte
Erzählung, die in dieser Form nie als Buch erscheinen wird, oral
history im besten Sinne." (Martin Büsser, WOZ Die Wochenzeitung) "Ein Meisterstück mündlicher Literatur, eine Feier der spontanen
Erinnerung. Das erste Hörbuch im eigentlichen Sinne." (Stephan
Maus, stern) "Man lernt Peter Kurzeck nun durch ein Hörbuch neu kennen und
weiß danach, dass man es mit einem ganz Großen seiner Zunft zu
tun hat. Preise hat er bereits zahlreich gewonnen, die Kritik
schätzt ihn, doch ein großes Publikum blieb ihm bislang verwehrt.
Das kann und das muss sich nun ändern, denn Kurzeck hat auf Anregung
des supposé-Verlags ein Hörbuch aufgenommen, das alle Voraussetzungen
dafür hat, ein Bestseller zu werden. Wie bei supposé üblich, handelt
es sich nicht um eine Aufnahme, die lediglich wiedergäbe, was
man anderswo gedruckt lesen könnte, sondern um ein eigenständiges
Werk. Dass dieses Meisterwerk zum Hörbuch des Monats gekürt worden
ist, darf als das Wenigste gelten. Es ist eine Aufnahme, die überhaupt
erst klarmacht, was das Hörbuch als eigenständige Kunstform vermag:
der Literatur vorarbeiten, ja, die Lektüre umprägen. Dazu braucht
es einen Erzähler vom Range Peter Kurzecks - einen Mann, dem noch
das kleinste Detail als mögliche Keimzelle einer ganzen Weltanschauung
unendlich wertvoll ist." (Andreas Platthaus, FAZ) "Entlang der mittlerweile mit zahlreichen Wissenschaftlern eingespielten
Produktionsverfahren - nicht Interview, sondern inszenierter Monolog,
mithin eigenständige Kunstform - entwickelten Sander und Kurzeck
die optimale Form für dessen Dorfgeschichte. Erzählt wird - gewissermaßen
in der sprechenden Praxis - von der Wissenschaft. Der vom Erinnern,
von der Sprache, vom Text und von der Zeit." (Tim Schomacker,
Radio Bremen Literaturzeit) "Stundenlang könnte ich Peter Kurzeck zuhören, wenn er so von
seiner Kindheit spricht. Es ist, als säße er direkt neben uns
Hörern und erzählte jedem ganz persönlich diese Geschichten -
sehr lebendig und interessant, dabei gleichzeitig ganz entspannend.
Genau das richtige für lange dunkle Winterabende! (Monika Göhmann,
LeseEcke) "Seine Erzählkunst stellt Peter Kurzeck in einem Projekt des supposé
Verlages auf besondere Art unter Beweis: er spricht die Erinnerungen
an seine Kindheit, die er mit seiner Familie als Flüchtlingskind
im hessischen Dorf Staufenberg verbrachte, frei ins Mikrofon.
Ohne Manuskript entsteht das faszinierende Bild einer Jugend,
die bis in die Gegenwart hineinreicht." (Adrian Winkler, WDR3
Gutenbergs Welt) "Die bemerkenswerteste und wohl schönste Überraschung der Saison,
das eigentliche Ereignis des Jahres aber heißt: Ein Sommer, der
bleibt." (Holger Heimann, Börsenblatt) "Ein empfehlenswertes Werk, das neben allem Informativem und Erkenntnisreichem,
an etwas Wichtiges erinnert: Wie gut es tut zu schauen, wo man
herkommt und was deshalb gerade ist." (Frank Keil, Switchboard) "Kurzeck trifft das Zauberwort auf ganz andere Weise. Glanz kommt
hier eher beiläufig zustande, er geht über der Kulisse des kleinen
Dorfes auf, als wäre man selber dabei. Nicht der so genannte passende
Ausdruck oder der sprachlich gefilterte Moment verbürgen im mündlichen
Erzählen Präzision. Entscheidend ist, wie der Erzähler auf die
Dinge zugeht, sie umkreist, damit sie in der Erinnerung erneut
wach werden. So entsteht Kurzecks Dorf vor dem Zuhörer, als ließe
es sich noch betreten - kein Bild, nein, ein Raum, der sich in
wiedergewonnene Perspektiven öffnet." (Bernhard Gleim, Literaturen) "Berührend und schlichtweg beeindruckend!" (Celebrity) "Ein Kaleidoskop von mäandrierenden Geschichten, die zusammen
ein wunderbar detailreiches und alle Sinne ansprechendes Bild
der Nachkriegszeit ergeben. Ein großartiges Hörbuch." (Dorothee
Meyer-Kahrweg, hr2 Mikado spezial) "Es scheint hier das Glück des Schauens im bewahrenden Erzählen
auf, das sich umherschweifend entfaltet - schön und ruhig und
staunend." (Ulrich Rüdenauer, Darmstädter Echo) "Dieses ganze Unterfangen, Peter Kurzeck einfach erzählen zu lassen,
ist schon eine großartige Idee. Dass es dann auch noch so ein
Hörgenuss geworden ist, macht die Sache perfekt. Diese Erzählung
enthält Sätze, die man nie wieder vergisst." (Friederike Frank,
amazon.de) "Hier wird der Begriff Hör-Buch das erste mal wörtlich genommen,
allein dafür muss man Peter Kurzeck und den supposé-Verlag preisen.
Entstanden ist ein akustisches Kunstwerk!" (Bettina Baltschev,
MDR Figaro) "Live und in Echtzeit formulieren sich Geschichten in Strophen
und Refrains , als sässe da ein antiker Rhapsode." (Christiane
Zintzen, Neue Zürcher Zeitung) Buch der Woche (Deutschlandfunk Büchermarkt, 13.1.2008) "Mit "Ein Sommer, der bleibt" ist supposé ein weiterer, konsequenter
Schritt in der Ausgestaltung einer Ästhetik der freien Erzählung
gelungen. Eine ungeheure Erweiterung des heute Romanmöglichen
ist damit angestoßen. Sie beruht auf der Erfahrung von supposé
wie auf Werk, Meisterschaft und Erfahrungen Peter Kurzecks. In
ihrem Zusammentreffen auf den vier CDs schaffen sie ein literarisches
Wunderwerk, an dem wir - staunend und hungrig - teilhaben dürfen.
Peter Kurzeck erzählt von der Welt, wie wir es noch nie gehört
haben. Ihm zuzuhören, öffnet den Horizont, lässt uns verstehen
und macht glücklich." (Daniela Seel, Deutschlandfunk Büchermarkt) "Eines der spannendsten literarischen Projekte der Gegenwart"
(Denis Scheck, Deutschlandfunk Büchermarkt) "Von der ersten Sekunde an ist es wie ein großer starker Sog,
dem man sich nicht entziehen kann. Ein Sog in Peter Kurzecks Erinnerungen,
lebendig, warm, voller Geräusche, Gerüche, Farben. Mit allen Sinnen,
das vermittelt das Hören, war er als Kind unterwegs, hautnah bei
sich und seinen Gefühlen. Aus heutiger Sicht, wo marktorientierte
künstliche Emotionen die Seelen entleeren nahezu unvorstellbar.
Und vielleicht hallen genau darum die 290 Erzählminuten dieser
wahrhaft grandiosen vier CDs derart intensiv nach, dass man immer
wieder von vorn mit dem Hören beginnen will..." (Kristine von
Soden, Deutsche Welle Bücherwelt) "Ein schöneres Hörbuch war lange nicht zu vernehmen, keines, das
die Gattung exklusiver definiert. "Ein Sommer, der bleibt" ist
ein wunderbar bodenständig-poetisches Kunstwerk. Es schießt ins
Hörer-Herz." (Markus Clauer, Die Rheinpfalz) "Mit einerseits heiterer, die kindliche Euphorie gewissermaßen
nacherlebender, andererseits aber auch leicht wehmütiger, nämlich
immer wieder vom Verlust kündender Stimmkoloratur beschwört Peter
Kurzeck diese längst vergangene Welt noch einmal herauf." (Frank
Schäfer, Rolling Stone) "supposé hat bereits eine CD (Stuhl, Tisch, Lampe) mit dem vorlesenden Autor veröffentlicht und nun mit "Ein Sommer,
der bleibt" eine Box mit vier CDs nachgelegt, auf denen Peter
Kurzeck aus freien Stücken das Dorf seiner Kindheit erzählt, was
faszinierend anzuhören ist und auch poetologische Einblicke in
die Differenz zu jener fragmentarischen Kunstsprache, die seine
Literatur auszeichnet, ermöglicht." (Thomas Meinecke, jos fritz
Buchtipps) "Das erstaunlichste und bezauberndste Hörbuch des Jahres 2007"
(Steffen Rizz, titel-Magazin) "Hat man dieses Erzählen einmal gehört, vergisst man es nicht
wieder." (Eckfenster) "Ich habe noch nie ein so hervorragendes Hörbuch in den Händen
gehalten! Dieses Hörbuch macht süchtig!" (Karl-H. Heidtmann, amazon.de) "Wunderbare CDs" (Christian Abendroth, Schauenburger Märchenwache "Was Kurzeck über seine Kindheit in Staufenberg erzählt, sind
von dem Produzenten und Regisseur Klaus Sander angeregte Monologe
der allmählichen Rekonstruktion der Kindheitswelt beim Sprechen.
Der Schriftsteller Kurzeck ist in diesem Hörbuch nicht anwesend.
Er hat das Erinnerungsfeld ganz dem mündlichen Erzähler überlassen..."
(Lothar Müller, Merkur) "Ein Hörbuch, das wirklich mal eins ist." (Stefan Koldehoff, Deutschlandfunk
Kultur heute) "59 Miniaturbilder fügen sich mosaikartig zum Bild einer Kindheit
zusammen. Immer bleibt man gespannt, was als Nächstes offeriert
wird. Es ist damit so wie mit dem frisch gestopften Strohsack,
von dem Kurzeck erzählt: Je länger man darauf liegt, desto mehr
sinkt er in sich zusammen, und man gewinnt immer neue Perspektiven
auf das Zimmer. Genauso ergeht es einem, wenn man in dieses Hörbuch
versinkt. Wenn ich also etwas empfehlen darf: Kurzecks Sommer
- greifen Sie zu, Sie werden es nicht bereuen!" (Jens Sparschuh,
Der Tagesspiegel) "Hatten Sie noch Verwandte, die lange und ausführlich 'von früher'
erzählt haben? Kennen Sie die heimeligen Stunden, in denen man
beisammen sitzt - ohne Fernsehen, bei schummerigem Licht, vielleicht
am Abend schon im Schlafanzug, auf dem Sofa eingekuschelt? Dann
entwickelt im besten Fall die Erzählerstimme einen regelrecht
hypnotischen Klang, zieht uns hinein in die Vorstellung einer
Zeit, die wir nicht selbst erlebt haben, und in unseren Köpfen
entsteht ein schönerer, wirklicherer Film als alle je wirklich
gesehenen - alleine aus dem, was wir da erzählt bekommen. Der
Berliner Hörbuch-Verlag supposé, der sich große Verdienste um
'gesprochene Wissenschaft' erworben hat, hat das Experiment gewagt,
einen literarische Autor ohne Manuskript und geschriebenes Konzept
erzählen zu lassen. Es sind viele kleine Facetten, aus denen hier
ein Stück ganz besonderer Literatur wird. Peter Kurzeck besteht
das Experiment mit Bravour: Man will überhaupt nicht mehr aufhören,
diesem oberhessisch-melodischen Sprachklang zu lauschen und in
die nicht besonders idyllischen Nachkriegsjahre einzutauchen,
und nach kaum fünf im Flug vergangenen Stunden bedauert man, dass
die Zeit schon um ist und kann gerade noch einmal von vorne anfangen
zuzuhören." (Peter Brunner, Pfungstädter Woche) "An dieser Stelle einzelne Passagen oder Elemente dieses großartigen
Hörbuches herausgreifen zu wollen, hieße, den vielen anderen Passagen
Unrecht anzutun. Das ist so genau und plastisch erzählt, so eindringlich
und lebendig, so spitzbübisch und ehrlich, dass man beim Hören
die Straßenszene vor sich sieht und schmunzelt oder herzhaft lacht.
Das alles bekommt seinen ganz eigenen Reiz, weil Peter Kurzeck
eine so unverwechselbare Art des Sprechens und Vortragens hat,
eine Betonung und Rhythmik, die, einmal gehört, immer wieder erkennbar
ist. Es lohnt sich!!" (Martin Gaiser, Radio freeFM) "Ein Hörerlebnis der besonderen Art, dem man gerne seine ganze
Aufmerksamkeit schenkt. Auch Bücherfans werden bei diesem Hörbuch
ausnahmsweise gerne auf das Lesen verzichten." (Christine Wittenzellner,
BONUS - Das Magazin der Volksbanken Raiffeisenbanken) "Die Erfahrung der Vertreibung, der Verlust der Heimat hat Peter
Kurzeck sein ganzes Leben lang genau hinsehen lassen. Teils kindlich-staunend,
teils sacht-melancholisch umkreist er in seinen Erinnerungen die
vielen Alltäglichkeiten seiner Kindheit." (Katharina Borchardt,
SWR2 Forum Buch) "Ein einzigartiges Dokument abgeklärter Nostalgie. Was bleibt,
stiften eben doch die Dichter. Peter Kurzeck ist einer von ihnen,
einer der großen." (Wolf Ebersberger, Nürnberger Zeitung) "Ein wirklich einmaliges Hörerlebnis." (Patric Seibel, NDR info) "Es ist gerade nicht das faustische 'Verweile doch, du bist so
schön', das hier angerufen wird und Resonanz im Hörer erfährt,
sondern das immer wieder Anlaufnehmen des glücklichen Sisyphos,
das immer wieder neu Ansetzen, das Wieder-Holen und damit wieder
und neu Erlangen des Moments und seiner Einzigartigkeit - und
jeder einzelne ist des Erzähltwerdens wert, ja muss erzählt werden,
immer wieder, um ihm Genüge zu tun und Reverenz erweisen zu können
- im flüchtigen Auf und Ab der Stimme, des Atems - eine große
Feier des Augenblicks und seiner, unserer, Vergänglichkeit. "
(Daniela Seel, Volltext) "Eine der ungewöhnlichsten Erzählungen in der deutschsprachigen
Literatur." (Deutschordensmuseum, Bad Mergentheim) "Im stillen Studio entstand beim allmählichen Verfertigen des
Denkens beim Reden eine veritable Rhapsodie. 'Ein Sommer, der
bleibt' spricht beredt, virtuos und akzentuiert von der lebendigen
Erinnerung als einer Kraft, die fähig sein kann, den Beton des
Jetzt zu sprengen." (Christiane Zintzen, Neue Zürcher Zeitung) "Ein herausragendes Projekt: Der Hörer wird Ohrenzeuge, wie ein
Roman entsteht." (Renate Naber, WDR 5 Scala) "Sommertipp: Zunächst mal passt der Titel natürlich in diese Jahreszeit
wie kein anderer. Davon abgesehen lernt man einen Georg-Büchner-Preisträger
der Zukunft kennen (soviel Prophetie muss erlaubt sein); in dieser
Publikation gleichzeitig als großartigen Erzähler." (Joachim Dicks,
NDR Kultur) "Aus einem Gespräch heraus entwickelt sich mit jedem Satz und
jedem weiteren Thema eine authentische Hommage, die zur Liebeserklärung
an eine kleine Stadt wird und gleichzeitig schonungslos deren
Verwundungen durch die Modernisierungen aufdeckt. Die CDs sind
liebevoll ausgestattet und für alle Büchereien sehr zu empfehlen."
(Leoni Heister, Buchprofile - Medienempfehlungen für die Büchereiarbeit) "Es ist Literatur in ihrer ursprünglichen, oral tradierten Überlieferungsform."
(Mitteilungsblatt der Gemeinde Laudenbach) "Klaus Sanders Verlag hat eine neue Gattung erfunden: den frei
erzählten Roman, nur auf CD. Mit Peter Kurzeck ist nun die erste,
mitreißende Umsetzung gelungen. Vier CDs, die Literaturgeschichte
sprechen!" (Florian Höllerer, Stuttgarter Zeitung) "Mit 'Ein Sommer, der bleibt' gewinnt das Hörbuch eine neue Dimension
hinzu, die eigentlich eine alte ist: die mündliche Überlieferung.
Und diese hier ist grandios gelungen. Die Welt als ein Ort unerschöpflicher
Geschichten, deren Reichtum darin liegt, dass sie lebendig machen.
Den Erzähler und seine Zuhörer, wenn sie mögen." (Brigitte Neumann,
DeutschlandRadio Kultur) "Es war ein lange gehegter Wunsch von Klaus Sander, das Modell
der freien Erzählung auf die Literatur zu übertragen. Zusammen
mit Peter Kurzeck wagte er den Versuch und die Kritiker waren
begeistert: 2007 erschien mit 'Ein Sommer, der bleibt' das erste
Hörbuch im wahrsten Sinne. Kurzeck liest nicht, sondern erzählt
- frei, als würde er einem guten Freund gegenübersitzen und über
seine Kindheit plaudern. Insgesamt besprach er vier CDs. Das sind
etwa sechs Stunden, in denen der Zuhörer das Gefühl hat, in einem
persönlichen Verhältnis zum Erzähler zu stehen. Kurzeck selbst
war überrascht, wie gut dieses Vorhaben auf Anhieb gelang: 'Im
Grunde wusste ich nicht, wo ich mich hinerzähle.' Inzwischen weiß
er es: Er erzählte sich in die Herzen der Zuhörer." (Bayern 2
Feuilleton) "Schon seit Ende des letzten Jahres ist diese CD-Box im Handel
erhältlich, und doch kann man nicht oft genug darauf hinweisen,
welcher Schatz einem hier geboten wird." (Tina Manske, satt. org) "Ein Erzählfluss, der einen ganz eigenen Zauber entfaltet." (hr
journal) "Vor dem Auge des Zuhörers entsteht ein so lebendiges Bild vom
Dorf, den Menschen, der Nachkriegszeit und den frühen fünfziger
Jahren, dass man die fast fünf Stunden am liebsten in einem Rausch
weghören würde. 'Ein Sommer, der bleibt' bietet ungeheuer viele
Nischen für eigene Erinnerungen, Bilder und Gedanken. Es ist eine
mündliche Erzählung in betörendster Form. Ein faszinierendes Gesamtkunstwerk."
(Claudia Voigt, SPIEGEL ONLINE) "Das Hörbuch des Jahres 2008: Dieses Meisterwerk der Erzählkunst
macht das Zuhören zu einer beglückenden Offenbarung." (hr2-Hörbuchbestenliste) "Der große Erinnerungskünstler der deutschen Literatur erzählt
mit seiner magischen Stimme sprachmächtig einen genialen Roman,
den es schriftlich nicht gibt." (Michael Schreiner, Augsburger
Allgemeine) "Ein großer Genuss. Kurzeck verfertigt seinen Text beim Sprechen,
lässt sich von Jahreszeiten und Orten leiten, von Geräuschen und
Stimmungen. Fast fünf Stunden lang beschwört er eine Kindheit
in den frühen Fünfzigerjahren auf dem Dorf, die Nachkriegszeit,
die Menschen. 'Ein Sommer, der bleibt' wird Ende Januar in Wiesbaden
als bestes Hörbuch des Jahres ausgezeichnet." (Karin Großmann,
Sächsische Zeitung) "Peter Kurzeck ist gelungen, die uralte Rhapsoden-Tradition kongenial
wieder aufzunehmen und mündlich von seiner Kindheit/Jugend im
hessischen Örtchen Staufenberg (bei Gießen) zu erzählen. In fließendem
Kammerton 59 Strophen lang, oder auch 290 Minuten auf vier CDs.
Regisseur Klaus Sander hat Kurzecks Erinnerungen aus phänomenalem
Gedächtnis aufgenommen und unter dem Titel 'Ein Sommer, der bleibt'
produziert." (Wiesbadener Kurier) "Fünf Stunden lang gespanntes Zuhören." (Uwe K. Frohns, Evangelisch
in Ratingen, Nr. 3/2009) "Kurzecks Vermögen, sich genau zu erinnern, an Details, Farben,
Gerüche, Gefühle, ist ebenso erstaunlich wie bewundernswert. Seine
Stimme nimmt die verzauberten Hörer mit auf eine Zeitreise. Das
jetzt schon vielfach gelobte Projekt soll auch hier gelobt werden,
es ist genial." (Der Sonntag) "supposé sorgt mit seinem Ansinnen, dem frei gesprochenen Wort
als eigener Gattung im wahrsten Sinne Gehör zu verschaffen, schon
seit einigen Jahren für Aufsehen. Nun präsentiert man erstmals
einen rein gesprochenen Roman - ein echtes Novum in der Literaturlandschaft.
Unter dem Titel "Ein Sommer, der bleibt" berichtet Peter Kurzeck
von seiner Flüchtlingskindheit in den 1950er Jahren - in einfachen,
eindringlichen Worten, die gekonnt Stimmungen und Sinneseindrücke
transportieren und eine intensive Wirkung entfalten. Es ist eine
Erzählung davon, wie Glück auch unter schwierigen Bedingungen
möglich ist, und die gerade deshalb überzeugt, weil Kurzeck die
Vergangenheit nicht verklärt - auch die weniger schönen Aspekte
kommen zur Sprache, wenn sich Kurzecks Worte in den Ohren des
staunenden (und zunehmend gerührten) Zuhörers zu einer lebendigen
Erzählung verdichten." (Manufactum) "Kurzeck baut Episode für Episode das Dorf, in dem er aufwuchs
in der Fantasie der Zuhörer nach - ein Meisterwerk." (Christoph
Hartner, Steirerkrone) "Peter Kurzeck ist ein wunderbarer Erzähler der Erinnerung. In
diesem Werk, das es nicht als Buch gibt, erinnert er sich minutiös
an Details seiner Kindheit, an die Wandlung in dem Dorf, in dem
er gelebt hat, wie es in diesem Dorf war, an jedes Detail, ich
würde schon fast sagen, an jede Milchkanne. Man hat das Gefühl,
die Vergangenheit wird wieder lebendig." (Marcus Hernig, Deutschlandradio
Kultur, Lesart) "Welches audiokulturelle Potential durch die Digitalisierung freigesetzt
wurde, das macht ein kleines CD-Projekt fern aller modischen (auch
öffentlich-rechtlichen) Marken-Projekte deutlich. Der Schriftsteller
Peter Kurzeck hat 2007 dem Verleger Klaus Sander 'das Dorf seiner
Kindheit' erzählt. Es gab kein Manuskript und keinen Lesetext,
es gab nur den Erzähler, das Mikrofon, den Zuhörer und die Lust
am Erzählen. Es bedurfte nur einer Stimme, der modernen Technik
- und des Mutes zum Risiko. Der akustische Roman 'Ein Sommer,
der bleibt' entstand einfach beim Erzählen und bringt eine verschwundene
Welt auf wunderbare Weise akustisch nahe. Sogar die Authentizität
glaubt man ihm. So innovativ, anregend und überraschend kann Audio
sein." (Hans-Jürgen Krug, Kleine Geschichte des Hörspiels, UVK
2008) "Ein Hörerlebnis der besonderen Art. Peter Kurzeck erinnert sich
detailreich an eine Kindheit im Nachkriegsdeutschland. In langen
Gesprächen mit dem Hörspielmacher Klaus Sander entstand ein avantgardistisches
Stück Literatur." (MDR Figaro, Lesezeit) "Es ist, als säße einer am Kamin und erzählt Kindern oder gar
Enkeln, wie es einst, in den frühen fünfziger Jahren gewesen ist.
Wie die Fleischwurst schmeckte und der Bücherbus kam, wie das
Brausepulver prickelte und die Mutter um ein Säckchen Mehl betteln
musste. Es sind Erinnerungen an eine Zeit, in der Freud und Leid
Geschwister waren, und es ist ganz, ganz große Literatur." (Guntram
Lenz, Zeitungsgruppe Lahn-Dill, 5. Juni 2008) "Ein Vergnügen, das an Lagerfeuer und Kaminstunden denken lässt.
Ein sehr sinnliches Vergnügen, denn Peter Kurzeck erzählt sehr
sinnlich, seine Episoden sind voll praller Leben und Geschichten,
aber sie weisen auch immer über sich hinaus, denn er ist ein großer
Menschenkenner, ein großer Zeitdiagnostiker, ein Zivilisationskritiker.
Und er erzählt von einer Kindheit, die eigentlich unter sehr ärmllichen
Vorzeichen stand, denn er ist ein Flüchtlingskind, die er aber
trotzdem als reich und voller Möglichkeiten erlebt hat, und deshalb
bekommt sie in der Erinnerung, in der Erzählung stets ganz einen
besonderen Glanz, eine ganz magische Stimmung." (Traudl Bünger,
Schweizer Fernsehen Literaturclub, 9. Februar 2010) "Ich kann mich nur anschliessen: Ein ganz, ganz wunderbares Hörerlebnis.
Unglaublich beeindruckend." (Iris Radisch, Schweizer Fernsehen
Literaturclub, 9. Februar 2010) "Ein unglaublich schönes Dokument der Erinnerung: Eine frei gesprochene,
von keinem Manuskript abgelesene, vor Detailreichtum und Poesie
nur so strotzende Aufführung, die den Verdacht aufkommen lässt,
dass Peter Kurzeck immer das staunende Kind geblieben ist, das
da sehr langsam durch die Welt gehen und alles ganz genau betrachten
muss, und zwar immer wieder und immer wieder aufs Neue mit einer
gewissen Fassungslosigkeit gegenüber den Dingen, die ihm begegnen.
Und selbstverständlich kämpft Kurzeck mit seiner Suada auch gegen
das Verschwinden an, gegen die gefräßige Zerstörungsmaschinerie
der Zivilisation, in der nicht nur die Schönheit der Welt, sondern
mit ihr auch die eigene Biografie und Identität zermahlen wird."
(Christoph Schröder, SPIEGEL online, 5. April 2010) "Ein Sommer, der bleibt ist die wohl erstaunlichste und faszinierendste Neuerscheinung
auf dem Hörbuchmarkt der letzten Jahre." (Blütenleser Newsletter,
5.-11. April 2010) "Ein echtes Hörbuch, das allen in der Nachkriegszeit Aufgewachsenen
aber auch Jüngeren ein besonderes Hörerlebnis bietet. In einer
Vielzahl von Episoden erzählt Kurzeck detailliert und liebevoll
von Menschen, Ereignissen und Erlebnissen jener Jahre. Berührend
ist die Episode, in der Kurzeck von der Freude erzählt, die er
erlebt, als er beim ersten Besuch in einer Bücherei entdeckt,
dass die dortigen Bücher ein Leben lang reichen würden." (Doris
von Eltz, Der Evangelische Buchberater 10/2010) "Auf vier CDs erzählt der Schriftsteller Peter Kurzeck seine Kindheit
in einem hessischen Dorf. Lauter Episoden, mal drei, mal sechs
Minuten lang, die in einem wunderbaren Erzählfluss aufeinander
folgen und ein Ganzes ergeben. Das, was bei Mama und Papa meistens
langweilt, erblüht hier zum schlechthin bezaubernden Hörerlebnis.
Peter Kurzeck wurde berühmt damit und die Box zum 'Hörbuch des
Jahres' gekürt. Der naive Hörer hat den Eindruck, dass Kurzeck
fünf Stunden lang in das von Sander aufgestellte Mikro hinein
plauderte, ein bisschen Schnitt und das wars. Aber so war es
natürlich nicht. Wenn Sander die Entstehung schildert, weht einen
die Ahnung an, welch immense Arbeit von der Konzeption bis zum
fertigen Kunstwerk geleistet werden musste. Die Ausgangsfrage
war: wo fängt Literatur an? Ist sie zwingend an Schriftlichkeit
gebunden? Sander nennt diese Box eine 'neue Form des Romans'." "An dieser mündlichen Chronik, die bis in die siebziger Jahre
reicht, beeindruckt besonders, dass sie ein reines Erzählen perfekt
inszeniert. Kurzecks Erzählkunst, seine hessisch gefärbte, melodische
Stimme und die moderne Postproduktion rufen ein Zeitbild zurück,
an das wir uns von tiefstem Herzen selbst dann noch erinnern,
wenn wir ja gar nicht dabei waren." "Das Besondere an den Kindheitserinnerungen des böhmischen Flüchtlingsjungen
Peter Kurzeck, der in Hessen landet, ist die Form: Ohne Buchvorlage
und ohne Manuskript stellt der Erzähler in frei vorgetragener
und improvisierter Rede seine Geschichten vor. Nach und nach spinnen
sich die einzelnen Fäden zu einem lebendigen Kunstwerk, das Kritiker
und Hörer gleichermaßen begeistert." "Wer Peter Kurzeck hört, verfällt seiner Erzählweise, seinem milden,
gerundeten hessisch eingefärbten Erzählton: Keine Lesung, unmittelbar
gesprochen und aus der Erinnerung gestiftet, so wirkt diese Aufnahme.
Ein Erzählbuch zum Hören mit geradezu magischer Beschwörung des
gelebten Lebens, einer als reich erfahrenen Kindheit und des dörflichen
Kosmos ohne Heimattümelei." "Prägnant, eloquent, ausufernd, doch nie langweilig, schildert
Peter Kurzeck das Dorf seiner Kindheit. Nie wirkt das Erzählte
aufgesetzt. Selbst an einem trüben Dezembertag entsteht beim Zuhören
die Illusion, die staubige Dorfstraße vor sich zu sehen, das wogende
Korn auf dem Feld und die flirrende Sommerhitze auf der Haut zu
spüren. Tipp: Die schöne CD-Box eignet sich auch hervorragend
als Geschenk für Eltern und Großeltern."

Peter Kurzeck erzählt das Dorf seiner Kindheit
Konzeption und Regie: Klaus Sander
Erzähler: Peter Kurzeck
Aufnahmen: Klaus Sander
Schnitt und Mastering: Michael Schlappa
Produktion: supposé 2007
Box mit 4 Audio-CDs, 290 Minuten
und Booklet, 8 Seiten
ISBN 978-3-932513-85-5
Euro 34,80
BESTELLUNG
Mit "Ein Sommer, der bleibt" gehen wir auf diesem Weg einen bedeutenden
Schritt weiter: In langen Gespräch-Sessions haben supposé-Betreiber Klaus Sander und der Schriftsteller Peter Kurzeck das
bislang weitgehend mit Wissenschaftlern und Philosophen entwickelte
Produktionsverfahren der freien Erzählung für die Literatur angewandt.
Herausgekommen ist ein Roman, der ausschließlich in akustischer
Form existiert.
Vergleichbar der improvisierten Vortragskunst der legendären schwarzen
Bluessänger, die er in den 60er Jahren in hessischen Army-Clubs
gehört hat, gerät Peter Kurzeck aus dem Gespräch heraus ins Erzählen
und findet so zu einer neuen Form des Romans: ein Text, der erst
während der Rede, während der Aufnahme, im Schnitt entsteht, ohne
Buchvorlage oder Manuskript eine Beschwörung. So entspinnt sich
aus einer Kindheit im Dorf Staufenberg ein exemplarisches Leben,
in dem schließlich die Kunst der Erinnerung in eins fällt mit
der Kunst der Literatur.
Das Dorf Staufenberg im Landkreis Gießen liegt auf einer Felskuppe.
Hoch oben die alte Burg. Wenn der böhmische Flüchtlingsjunge Peter
vom Turm ins Tal blickt, kommt ihm das wogende Korn vor wie das
Meer, das er nicht kennt, sich aber immer wieder vorstellen muss,
und die Flugameisen, die nur hier und nur an wenigen, Jahr für
Jahr wiederkehrenden Tagen Hochzeit feiern, erzählen ihm vom Sommer,
der kommt. Er sieht die Menschen im Dorf, von denen er nun selbst
einer ist, und er sieht all die Wege, die vom Dorf wegführen:
in die Weite des Tals vor dem Autobahnbau, zur Lahn und den Lahnwiesen,
wo er mit den anderen Kindern spielt und einmal fast sein Taschenmesser
verliert, zur Mühle, wo er mit seiner Mutter um ein Säckchen Mehl
bittet, zum Rex-Filmtheater Lollar und zur Buderus-Hütt, dem großen
Eisenwerk, nach Gießen zum Papierwarenhändler und zum Teufelslustgärtchen,
und nicht zuletzt nach Frankfurt, wohin er später mit seinem Freund
Eckart in den großen glitzernden Amischlitten der GIs trampt.
Ein Kaleidoskop an Geschichten fügt sich zu einem detailreichen
Bild von Nachkriegsdeutschland und früher Bundesrepublik.
Das Dorf meiner Kindheit
Vor der Haustür der Tag
Das Licht im Dorf und die Vielfalt der Welt
Ich bin im Juni geboren
Als ich sechs war
In der Schule
Der Blick aus dem Fenster
An die Diefebach
Flüchtlingsfamiliengemeinschaftswohnungen
Nach Gelnhausen
Ein böhmischer Weihnachtsbaum
Vor dem Schaufenster
Am Anfang des Sommers
Baden an der Lahn
Durst
Kalte Fleischwurst
Mein Hund Rolf
Die amtliche Hundesteuer
Weite Wege
Das verschwundene Tal
Sichtblenden
Ameisenhochzeiten
Die Autobahn
Billige Markenbutter
Einkaufsfahrten
Vom Feld auf die Hütt und zehn Jahre eher sterben
Die alten Leute im Dorf
Am Hoftor
Die Amis
Im Teufelslustgärtchen
Fußgängerzone
Ami-Zahltag
CD3
Keine Kirche im Dorf
Die Kirche von innen auffressen
Maiandachten
Flüchtlingsbaracken und Behelfsheime
Das Mohnmühlchen
Das Mehlsäckchen
Hypnotisieren lernen
Afrika
Schwarzwaldhaus
Das rote Zauberglas
Rex-Filmtheater Lollar
Das erste Auto im Dorf
Vom Klempner zum Gastwirt
Flüchtlingswärmflaschen
Das verlorene Taschenmesser
CD4
Für meinen Vater ein Rezept
Auf dem Heimweg
Straßenlampen
Die Theaterschneiderin
Der Bücherbus
Die Bücher im Dorf
Bücher, die ein Leben lang reichen
Schlittenfahrten
Waschtage
Strohsäcke
Amipritschen und Heuwagen
Die Dreschmaschine
(Gisela Trahms, Culturmag, 8. Dezember 2010)
(Katharina Schmitz, der Freitag, 27. Mai 2011)
(mein coop magazin, August 2011)
(Harald Pilzer, Stadtbibliothek Bielefeld, Oktober 2011)
(Ingrid Weidner, Computerwoche, 15. Dezember 2011)